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Lokführer wehren sich gegen NATO-Militärtransporte

Die NATO-Militärtransporte durch Deutschland Richtung Baltikum und Ukraine mehren sich, genauso wie der Unmut der Lokführer und Angestellten der Deutschen Bahn (DB) gegen diese offensichtliche Truppenverschiebung und Aufrüstung gegen Russland. Vor allem in Kiel – dem Transportdrehkreuz für Transporte in das Baltikum – und im Süden Deutschlands machen Mitarbeiter der DB immer häufiger ihrem Ärger Luft.
Ein langjähriger Lokführer aus Bayern berichtet in einer eMail: „Hatte ich in meiner jahrzehntelangen Laufbahn als Lokführer zusammen genommen vielleicht fünf Militärzüge befördert, so waren es seit Beginn der Ukrainekrise schon über 15 solcher NATO-Transporte mit diversem Kriegsgerät.“ Diese Transporte beginnen oder enden in den Militärstandorten Grafenwöhr, Vilseck und Hohenfels. Während US-Militärtransporte zumeist nach Grafenwöhr und Vilseck gehen, konzentrieren sich Militärzüge anderer NATO-Staaten auf Hohenfels.
Und weiter wird berichtet: „Die DB hat, wie allgemein bekannt, einen massiven Personalmangel, der immer wieder zu zahlreichen Verspätungen führt, nicht jedoch im Falle der Militärzüge. Diesen räumt die DB beinahe absolute Priorität ein. Notfalls wird von anderen Zügen Personal abgezogen, damit die NATO-Transporte unter allen Umständen pünktlich ans Ziel kommen.“
Die Aufrüstung gegen Russland für einen neuen Kalten Krieg scheint offenbar außerhalb der Bundesregierung und des Verteidigungsministeriums nicht überall auf Gegenliebe zu stoßen …

Beitragsbild: Wikimedia Commons; CC BY-SA 3.0

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