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Syrien lobt Putins Angriff gegen IS

Während die USA kritisieren, dass Russland „ihre Verbündeten“ in Syrien angreifen würde und die EU nach wie vor an den wenig dienlichen Sanktionen gegen Syrien festhält, fliegt Russland verstärkt Angriffe auf Terrorziele in Syrien.

„Es richtet sich nicht nur gegen den Islamischen Staat“, bemerkte die syrische Präsidentenberaterin, Bouthaina Schaban, im Interview mit RT. „Ich verstehe nicht, warum Leute Dschabhat al-Nusra vergessen, obwohl der UN-Sicherheitsrat die al-Nusra in einer Resolution als Terrororganisation deklarierte.“

„Daneben gibt es zig weitere Terrororganisationen in Syrien. Es sind tausende Söldner und Terroristen, die von überall auf dieser Erde kommen“, fügte sie hinzu.

Am gestrigen Mittwoch bombardierten russische Kampfflugzeuge erstmals Positionen von Dschihadisten in Syrien. Darstellungen des russischen Verteidigungsministeriums zufolge wurden acht Positionen des selbsternannten „Islamischen Staates“ bombardiert.

Westlichen Analysten zufolge nahmen russische Kampfjets am Mittwoch vor allem Milizen der Freien Syrischen Armee ins Visier.

Die NATO erklärte, dass sie über die russische Vorgehensweise „besorgt“ sei. Schaban behauptete jedoch, dass die Unterstellungen nicht wirklich glaubwürdig erschienen.

„Was ich weiß, ist, dass Russland mit der syrischen Regierung kooperiert und mit der restlichen Welt in Kontakt steht. Putin bat jedes Land dem Kampf gegen Terrorismus beizutreten. Der Stil der Russen, Terror zu bekämpfen, ist sehr überzeugend, während die Allianz der USA und des Westens noch nicht einmal internationale Legitimität genießt oder ihre Aktivitäten mit der syrischen Regierung koordiniert. Das ist kein richtiger Kampf gegen den Terrorismus“, gab Schaban zum Besten und schloss, dass die US-geführte Anti-IS-Koalition unwirksam sei.

Auf Irak und Libyen verweisend, beschuldigte Schaban die USA und ihre Verbündete, „Länder zu zerstören, um Zivilisationen und Menschen zu zerstören, statt den Frieden in Syrien zu suchen“.

„Das Problem von Anfang an war nicht Assad, das Ziel war nicht Assad. Es wurde Libyen zerstört und die Leute reden über Gaddafi. Irak wurde zerstört und sie redeten über Saddam Hussein“, sagte die Präsidentenberaterin. „Eine Sache, die wahr ist, ist, dass all jene, die Waffen gegen syrische Institutionen erheben, Terroristen sind. Die syrische Armee bekämpft sie seit fünf Jahren, während der Westen zuschaut, wie unser Land zerstört wird – unsere Krankenhäuser, unsere Schulen, unser archäologisches Erbe wurde zerstört.“

Russland auf der anderen Seite habe sich den Worten von Schaban nach „der internationalen Legitimität verpflichtet und respektiere die Souveränität des Landes“.

Bildquelle: syrianperspective.com

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