„Atlantic Resolve“: Neue Provokation gegen Russland

USA verlegen 2.000 Panzer und eine Luftbrigade nach Europa

By Richard Bumgardner, U.S. Army (http://www.defenselink.mil; exact source) [Public domain], via Wikimedia Commons

Die USA setzen wieder auf Eskalation. Das Pentagon bereitet die größte Truppenverlegungsoperation nach Deutschland seit 1990 vor. Ab Januar sollen Panzer, Soldaten und eine komplette Kampfeinheit der US-Luftwaffe nach Deutschland verschifft werden. Von dort sollen die Truppenteile in die baltischen Staaten und nach Osteuropa verlegt werden.

Die NATO rüstet in Europa auf: 2.000 Panzer sowie Kommandofahrzeuge und über 4.000 Soldaten werden nach Bremerhaven verschifft. Dazu kommt noch eine komplette Kampfeinheit der US-Luftwaffe. Ab Januar werden die Einheiten schließlich über Norddeutschland in die baltischen Staaten sowie nach Osteuropa verlegt.

Provokation gegenüber Russland

Hintergrund dieser Aktion ist die NATO-Operation „Atlantic Resolve“. Die US-Soldaten sollen die amerikanischen Streitkräfte in den östlichen NATO-Ländern verstärken. Ziel sei die Friedenssicherung in Europa und eine Demonstration von Stärke gegenüber Russland, sagte der Oberbefehlshaber der US-Landstreitkräfte in Europa, General Frederick Hodges. Russland verhalte sich nicht wie ein Land, das Frieden möchte. Deshalb seien Abschreckungsmaßnahmen gegen Russland notwendig.

In Washington versteht man die Operation als Hinweis darauf, dass „die nötige Kampfkraft zur rechten Zeit an den rechten Ort in Europa gebracht“ werden kann, so Oberst Tedd Bertulis, Vize-Logistik-Chef des US-Kommandos in Europa.

Panzer samt Luftunterstützung um „Aggressionen zurückzuweisen“

Bei den angekündigten Panzereinheiten handelt es sich um die 3. Panzerbrigade („Eiserne Brigade“) aus Fort Castonin Colorado mit Hunderten M1-Abrams-Panzern und die 4. Infanteriedivision mit Hinderten M2-Bradley-Schützenpanzern. As ergänzende Luftunterstützung wird außerdem die gesamte 10. Luftkampfbrigade aus Fort Drumim ins mittelfränkische Illesheim verlegt, wie „ZUERST!“ berichtet. Von dort aus soll die Einheit eingesetzt werden, um die Fähigkeit der Allianz zu stärken, „Aggressionen zurückzuweisen“.

Laut US-Kommando ist der rotierende Einsatz der Brigaden auf neun Monate beschränkt. Mit diesem Rotationssystem versucht die NATO, die Bestimmungen des Zwei-plus-Vier-Vertrages zu umgehen. Dieser Vertrag schließt nämlich eine permanente Stationierung von NATO-Streitkräften in Osteuropa aus. Dies betrifft allerdings nur das Militärpersonal – die 2.000 Panzer und gepanzerten Fahrzeuge dürften Europa erhalten bleiben.

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