Streit mit US-Justizministerium beigelegt

Deutsche Bank muss 3,1 Milliarden Dollar zahlen

Deutsche Bank
By Immanuel Giel 07:41, 30 October 2007 (UTC) (Own work (own photography)) [Public domain], via Wikimedia Commons

Der Streit zwischen dem US-Justizministerium und der Deutschen Bank wurde beigelegt: wegen faulen Hypothekenpapieren kommt die Bank mit einer Strafzahlung von 3,1 Milliarden davon. Ursprünglich war eine Rekordsumme von 14 Milliarden Euro angedacht.

Das größte Bankhaus Deutschlands wurde verdächtigt, in den Jahren vor der Finanz- und Immobilienkrise Anleger getäuscht zu haben. Unsichere Hypothekenkredite wurden zu komplexen Wertpapieren gebündelt und dann an Anleger verkauft.

Verdacht: Anleger getäuscht

Als die Immobilienkrise ausbrach, konnten viele Schuldner die Kredite nicht mehr bezahlen und die Papiere verloren auf einen Schlag drastisch an Wert. Ein Untersuchungsbericht des US-Senats gab bekannt, dass während die Papiere als sichere Anlage verkauft wurden, bereits intern auf einen Niedergang des Immobilienmarktes gewettet wurde.

Strafzahlung schafft Sicherheit

Der Rechtsstreit rief Sorgen um die Stabilität der Bank hervor und fürhte an den Märkten für große Verunsicherungen. Der Hypothekenstreit war eine der größten Altlasten der Deutschen Bank. Die Strafzahlung schafft nun Sicherheit und entgegnet Gerüchten, wonach das Bankhaus den deutschen Staat um Hilfe bitten muss.

Auch andere Banken müssen zahlen

Der gesamte Betrag beläuft sich auf 7,2 Milliarden Dollar. 3,1 Milliarden Dollar sind eine Bußzahlung und mit 4,1 Milliarden Dollar müssen amerikanische Verbraucher in den nächsten fünf Jahren entschädigt werden. Zuvor mussten schon andere Banken wie die Bank of Amerika bezahlen. Folgen werden wohl noch die Schweizer UBS und die britische Royal Bank of Scotland, Barclays und HSBC.

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