Über 2,5 Millionen Menschen folgen ihr

Eine junge Frau und ihre Webcam kämpfen für Syrien

Maram Susli
Bild: www.youtube.com/SyrianGirlpartisan

Für die Verbreitung von  – auch unliebsamen – Meinungen bietet das Internet bereits seit über einem Jahrzehnt (beinahe) unbegrenzte Möglichkeiten. Ein Beispiel, wie man sich eine imposante „Fangemeinde“ ansammeln und gleichzeitig eine politische Botschaft transportieren kann, bietet die syrisch-australische Youtuberin Maram Susli. Im Internet besser bekannt als „Mimi Al Laham“, „SyrianGirl“ und „PartisanGirl“. Regelmäßig kommentiert sie in ihren Videobotschaften die Ereignisse im syrischen Bürgerkrieg und entlarvte viele Informationen der etablierten Medien aus dem Krisengebiet als Falsch- und Lügenmeldungen. So war sie wesentlich daran beteiligt, dass der angebliche Giftgas-Angriff der Assad-Truppen auf Zivilisten im Jahr 2013 als Falschmeldung überführt werden konnte.

Eine junge Frau und ihre Webcam

Furchtlos legt Susli in ihren Videobotschaften ihre Ansichten über den IS, al-Assad, die Rolle der USA und über den Konflikt, der ihre Heimat zerstört, dar. Bereits im Jahr 2014 erreichte sie die Zahl von über 2,5 Millionen YouTube-Aufrufen. Kritker werfen der 29-jährigen Syrerin, die in Australien lebt, vor, sie sei eine „ruhmsüchtige Verschwörungstheoretikerin“. Ein Totschlag-Argument zur Diskussionsvermeidung, wie Maram Susli sagt:

„Sie würden mich eher mit dem Vorwurf der plastischen Chirurgie konfrontieren, als den Inhalt dessen zu diskutieren, was ich sage.“

Wenig schmeichelhafte Marken hat man ihr von Seiten der Mainstream-Medien schon verpasst: Sie sei ein Regierungsspion al-Assads, gehöre zu dessen Propagandamaschinerie, oder sie sei ein schlechtes Kim-Kardashian-Double. Sie selbst sieht sich aber vor allem als Patriot, der „der Wahrheit verpflichtet ist“.

Geboren wurde Susli in Damaskus im Jahr 1987. Sie wuchs in einer bürgerlichen Familie der syrischen Mittelschicht auf. Ihre Eltern zogen mit ihr nach Australien, als sie noch ein Kind war: „Meine Mutter ist ein großer Fan der Fernsehserie ‚Neighbours‘ in den frühen 1990er Jahren und war davon überzeugt, dass das Leben in Australien genauso sei, wie in der Serie dargestellt.“

Motiviert zu ihrem Youtube-Kanal habe sie vor allem der aktuelle Zustand ihres Geburtslandes. Sie sieht die Rolle der syrischen Rebellen, des IS und der USA kritisch und polarisiert mit ihrer Aussage, sie wolle Syriens reguläre „Armee stark“ und Syriens „Grenzen solide geschützt“ sehen. „Die Syrer sterben, und ich habe eine Pflicht als Mensch und als jemand syrischer Herkunft, die Wahrheit aufzudecken, warum all diese Menschen sterben“, ist die junge Frau überzeugt. Und weiter:

„Ich habe die Pflicht, denjenigen Syrern eine Stimme zu geben, die nicht gehört werden und die die Instabilität durch US-unterstützte extremistische Aufständische von Anfang an abgelehnt haben.“

Umstritten und populär

Einige ihrer umstrittensten Videos beschäftigen sich mit den Vorgängen rund um den 11. September 2001. Susli ist überzeugt, dass die „Anschläge“ ein „Inside Job“ waren. Zudem äußerte sie sich kritisch zu den offiziellen Hintergründen der Ebola-Epidemien. Ihrer Meinung nach hätten auch hier amerikanische Interessen eine wesentliche Rolle gespielt.

Solche Ansichten führten naturgemäß dazu, dass sich die Mainstream-Medien auf persönliche Angriffe beschränkten und sich mit ihren Argumenten nicht mehr beschäftigten, …

Den ganzen Text können Sie im Info-DIREKT Ausgabe 5-2016 lesen. Österreichweit bei allen Zeitschriftenhändler bestellbar und in diesen Trafiken sofort erhältlich.

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