Wenn mich eine Sache wirklich aufregt...

Müller mault über die fortschreitende Zensur

Wenn mich eine Sache wirklich aufregt… dann ist es die fortschreitende Zensur.

Der letzte Schrei scheint mittlerweile das Verbieten von „Fake News“ zu sein.  Was Fake News sind, das bestimmen natürlich die Verbreiter der „Nicht-Fake News“. Oder mit anderen Worten: die Propagandaabteilung des jeweiligen Regimes. Führen Sie sich dazu bei Gelegenheit die Gesetze gegen Falschmeldungen totalitärer Regime zu Gemüte.

Das mutet insbesondere lächerlich an, wenn man bedenkt, dass der Staat an sich der größte Produzent von Fake News ist. Keine andere Institution und kein anderes Medium erzählt Ihnen so viel Falsches oder verspricht Ihnen Dinge, die dann nicht passieren.

Es ist eine Ungeheuerlichkeit, die hier passiert. Denn in Wahrheit bedeutet diese Maßnahme Folgendes: Wenn Sie über Soziale Medien wie Facebook, Twitter oder Blogs irgendwelche Artikel oder Botschaften verfassen, welche die Regierung als unliebsam empfindet, braucht diese nur zu sagen: „Es ist nicht wahr, was Sie behaupten. Wir löschen das!“. Wenn Sie es so betrachten, ist es ihr gutes Recht, „falsche“ Aussagen zu tätigen. Denn wer entscheidet über den Wahrheitsgehalt Ihrer Meinung?

Was hier passiert, ist nichts anderes als Zensur: Das Wahrheitsministerium, das schon George Orwell in seinem Buch „1984“ beschrieben hat. Es ist schon ein besonderer Witz der Geschichte, dass eine Institution aus der Dystopie (mit einem allmächtigen Staat in der bösen Hauptrolle) ernsthaft installiert wird… und alle dabei zusehen.

Das Traurigste dabei ist allerdings, dass es gerade die sind, die sich am meisten für moderne Widerstandskämpfer gegen einen Feind sehen, den es längst nicht mehr gibt, auch diejenigen sind, die wie brave Parteisoldaten stramm stehen und die Wiedererrichtung eines totalitären Systems beklatschen.

„Diesmal ist es für die gute Sache!“ – So denkt er, der brave kleine Bengel von damals und heute.

Passen Sie auf ihren Kopf auf!
Müller

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