Bei Vortragsveranstaltung an Uni Magdeburg

Antifa-Extremisten attackieren AfD-Politiker Poggenburg

André Poggenburg (AfD) im Hörsaal. | Bild: Screenshot eines Youtube-Videos: https://www.youtube.com/watch?v=dSDIngUsYvE

Ein geplanter Vortrag mit AfD-Politiker André Poggenburg an der Uni Magdeburg musste abgebrochen werden. Ein Antifa-Extremist warf einen Böller auf den AfD-Landeschef. Dieser musste schließlich unter Polizeischutz den Hörsaal verlassen. Ein AfD-Anhänger wurde am Auge verletzt. Die Polizei nahm mehrere Anzeigen auf.

Eine Veranstaltung der AfD-nahen Hochschulgruppe „Campus Alternative“ an der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg musste nach Sitzblockaden und gewalttätigen Protesten abgebrochen werden. Der emiritierte Biologieprofessor Gerald Wolf hätte einen Vortrag zum Thema Gender-Forschung abhalten sollen. Als Gastredner war außerdem der Landesvorsitzende der AfD in Sachsen-Anhalt André Poggenburg vorgesehen.

Als der AfD-Politiker mit seiner Rede beginnen wollte, entrissen ihm Antifa-Extremisten seine Vortragsunterlagen. AfD-Anhänger versuchten daraufhin, Poggenburg zu beschützen. Dabei kam es zu körperlichen Auseinandersetzungen, bei der ein AfD-Sympathisant am Auge verletzt worden ist.

Böllerwurf auf AfD-Politiker Poggenburg

Die Lage eskalierte dann völlig, als ein Antifa-Extremist einen Böller auf Poggenburg warf. Der Knallkörper explodierte direkt neben dem Politiker. Erst nachdem 30-40 Polizisten vor Ort waren, bekamen die Einsatzkräfte die Lage in Griff. Poggenburg und die AfD-Anhänger mussten schließlich unter Polizeischutz den Hörsaal verlassen.

Medienberichten zufolge nahm die Polizei mehrere Anzeigen auf – darunter Anzeigen wegen Sachbeschädigung, gefährlicher Körperverletzung und Missbrauchs des Feueralarms. Die polizeilichen Ermittlungen laufen.

AfD will wiederkommen

AfD-Landeschef Poggenburg verurteilte die gewalttätigen Proteste. Dass Veranstaltungen auf diese Weise blockiert werden, sei ein „Lehrstück für ein fehlendes Demokratieverständnis.“

Der AfD-Landtagsabgeordnete Jan Wenzel Schmidt, kritisierte auch die Universität. Diese habe nicht für ausreichend Sicherheit gesorgt, sagte er der Magdeburger „Volksstimme“. „Die Demokratie unterliegt der Gewalt“, so der Vorsitzende der Jungen Alternative. Dennoch gibt sich Wenzel Schmidt kämpferisch: „Wir werden jetzt erst recht Einsatz zeigen, um die Verhältnisse zu ändern. Wir müssen wiederkommen und wir werden uns auch durchsetzen.“

Innenminister Stahlknecht kritisiert Ausschreitungen

Ebenfalls Kritik äußerte am Montag der Innenminister Sachsen-Anhalts Holger Stahlknecht (CDU). „Wer der AfD vorwerfen will, sie sei antidemokratisch, darf ihr nicht dadurch begegnen, dass er selbst antidemokratisch ist“, so der CDU-Vize gegenüber der „Volksstimme“. An der Universität erwarte er, „dass Gehirn und logische Fähigkeiten für eine politische Auseinandersetzung eingesetzt werden und nicht für Krawall und teilweise Gewalt.“

Dekan ist stolz auf das „Engagement“ seiner Studenten

Der Dekan der humanwissenschaftlichen Fakultät, Michael Dick, lobte hingegen das „Engagement“ der Studenten: „Unsere Studierenden zeigen Flagge und Haltung. Darauf bin ich stolz.“ Es sei der AfD sowieso um keinen wissenschaftlichen Diskurs gegangen, behauptete der Dekan gegenüber der „Mitteldeutschen Zeitung“.

Der Sprecher des Studierendenrates Alexander Hönsch sagte gegenüber dem „MDR“, dass die Universität Magdeburg „die Vielfalt lebt und für Menschenfreundlichkeit und Akzeptanz einsteht“.

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