Islamisten wollten Gottesstaat errichten

Nach Anti-Terror-Einsätzen: U-Haft für alle Verdächtigen

Wochenblick Sondermagazin
Symbolbild: Gefängniszelle

Nach den Anti-Terror-Einsätzen, bei denen es in Graz und Wien zu insgesamt 14 Festnahmen kam, ist am Samstag über alle Verdächtigen die Untersuchungshaft verhängt worden. Das erklärte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Graz gegenüber der APA. Als Haftgründe gaben die Behörden Flucht-, Verdunkelungs- und Tatbegehungsgefahr an.

Medienberichten zufolge ermittelt die Staatsanwaltschaft nicht nur wegen des Verdachts der terroristischen Vereinigung, sondern wirft den Verdächtigen auch vor, eine „staatsfeindliche Verbindung“ gegründet zu haben. Die Islamisten hatten offenbar geplant, in Österreich einen Gottesstaat zu errichten.

Staatsanwaltschaft bestätigt U-Haft für alle Festgenommenen

Über alle 14 Festgenommen wurde die Untersuchungshaft verhängt, bestätigte der Sprecher der Staatsanwaltschaft Graz, Hans Jörg Bacher, auf Anfrage der APA. Die Dauer der U-Haft beträgt vorerst zwei Wochen. Spätestens am Montag in 14 Tagen müssen daher die ersten Haftprüfungsverhandlungen durchgeführt werden.

„Multikultureller“ Hintergrund

Unter den 14 verhafteten Personen – zehn in Graz und vier in Wien – sollen sich auch zwei mutmaßliche salafistische Prediger und drei Frauen befinden. Die Festgenommen kommen unter anderem aus Bosnien, Syrien, Bulgarien und Mazedonien. Drei der Verdächtigen „mit Migrationshintergrund“ sollen sogar die österreichische Staatsbürgerschaft besitzen. Nach „Krone“-Informationen dürften mehrere der Festgenommenen zudem Kontakte zu Islamisten am Westbalkan unterhalten haben.

Bei den Anti-Terror-Einsätzen in Wien und Graz waren insgesamt 800 Polizisten im Einsatz. Neben mehreren Privatwohnungen wurden auch jeweils ein muslimischer Glaubensverein in Graz und in Wien durchsucht.

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