Datamining beim „Spiegel“

Spiegel-Online ist doch nicht so objektiv, wie es sich gibt



Screenshot: Youtube-Video

Der Informatiker David Kriesel hat Spiegel-Online analysiert. In einem Vortrag zeigt er ein ausführliches Bild des Mediums, das sich gerne als besonders objektiv präsentiert.

Alljährlich findet im Dezember im Kongresszentrum Hamburg eine der größten Hackerkongresse Europas statt. Veranstaltet wird der Kongress vom „Chaos Computer Club e.V.“. Bei dieser Veranstaltung finden Technik- und Computerbegeisterte aus aller Welt zusammen, um sich über ihre Erfahrungen und „hacks“ auszutauschen.

„SpiegelMining – Reverse Engineering von Spiegel-Online“

Ein besonderes Highlight des Kongresses 2016 war der Vortrag mit dem Titel „SpiegelMining – Reverse Engineering von Spiegel-Online“ des Informatikers David Kriesel. Dieser sammelte über den Zeitraum von 2,5 Jahren sämtliche Inhalte der Spiegel-Online-Netzseite „spon.de“ und ließ diese von Computern minuziös analysieren. Die betrachteten Datensätze beinhalteten über 100.000 veröffentlichte Artikel samt Änderungen, die an diesen vorgenommen wurden.

Was uns öffentliche Daten sagen können

In seinem einstündigen Vortrag zeigt Kriesel, wie er den wohl größten Meinungsmacher Deutschlands auseinandergenommen und analysiert hat. Er zeigt anschaulich, was man anhand öffentlich zugänglicher Daten alles herauslesen kann. Von der Zusammensetzung der Redaktionsteams und deren Gewohnheiten bis zur Themenwahl sowie der Freischaltung von Kommentarspalten zeichnet Kriesel ein sehr genaues Charakterbild des Mediums.

Im Laufe des Vortrags wird dem Betrachter so schnell klar, dass es sich beim „Spiegel“ keineswegs um ein Medium handelt, das um „objektive Berichterstattung“ bemüht ist, sondern um ein Medium, das eine klare Agenda verfolgt…

 

 

 

 

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