Eltern sind entrüstet

SPÖ will mit „Sextasche“ Schüler enthemmen

Ralf Roletschek [CC BY-SA 3.0 at or GFDL 1.2], via Wikimedia Commons

Knapp eine Milliarde Euro vergibt das Land Steiermark jährlich an Förderungen. Aktuell sorgt ein Antrag von SPÖ-Landesrätin Ursula Lackner über 98.800 Euro im Bereich »Sexuelle Bildung der Vielfalt« für Aufregung. 40.000 Euro sind für den Verein L(i)ebenslust vorgesehen. Mit der Sextasche Uschi, Gipspenis und Genitalien aus Stoff will der Verein für gendergerechte Aufklärung an steirischen Schulen sorgen. Eltern laufen Sturm gegen die Entscheidung der SPÖ-Landesrätin.

Der mit Staatsgeldern geförderte Verein will bei Kindern und Jugendlichen Unsicherheiten und Tabus in allen Bildungs- und Lebensbereichen aufbrechen und arbeitet mit eigens dafür ausgebildeten Sexualpädagogen, Genderforschern und Uni-Absolventen der Gender Studies am neuen Körperverständnis der steirischen Schulkinder. Genderforscher behaupten, dass Unterschiede zwischen Mann und Frau kulturell konstruiert seien und die Natur bei der Ausbildung von Geschlechtermerkmalen keine bzw. nur eine untergeordnete Rolle spiele.

Mit Gipsgenitalien im Klassenzimmer

Obwohl viele Experten sich kritisch äußern und bei Gender Studies von Pseudowissenschaften sprechen, bleibt SPÖ-Landesrätin Lackner dabei: sexuelle Tabus der steirischen Schülerinnen und Schüler gehören so früh als möglich aufgelöst. Im Sortiment der Sextasche Uschi befinden sich Penis und Vulva als Gipsmodell und als „Inter“ bezeichnete Genitalien, die nicht mehr eindeutig einem Geschlecht zugeordnet werden können.

Pädophiler Hintergrund der Frühaufklärer

Kritiker mahnen zur Vorsicht, unter anderem auch deshalb, weil eine Studie nun den pädophilen Hintergrund eines der Väter der deutschen Sexualpädagogik – Helmut Kentler – belegt. Es stellt sich also die Frage, inwieweit seine Lehre und Schule dahingehend beeinflusst waren. Bewunderer von Kentler fordern, dass Zehnjährige vor der Klasse über ihre Lieblingsstellungen reden oder an Diskussionen teilnehmen müssen, wohin man sonst Penisse stecken könnte. 15-Jährige sollen gemeinsam ein Idealpuff planen, in dem alle Spielarten der Sexualität auf ihre Rechnung kommen, oder vor allen über ihr erstes Mal Auskunft geben.

Eltern laufen Sturm

Vielen Eltern gehen die Pläne der SPÖ-Landesrätin nun zu weit. Sie fühlen sich übergangen und wollen sich selbst um die behutsame Sexualaufklärung ihrer Kinder kümmern:

 „Was von dem privaten, und von Steuergeldern finanzierten Verein als Sexualunterricht verkauft wird, ist brutalste Ignoranz der Würde des Kindes. Zudem wird das hoheitliche Recht der Eltern auf Erziehung ihrer Kinder mit Füßen getreten.“

„Dieser Verein bildet Sexualpädagogen aus, die mit „Sexspielzeugen“ in Volksschulen gehen und unter Ausschluss von Vertrauenspersonen (Klassenlehrer; die erstverantwortlichen Eltern werden umgangen!) Sexworkshops halten. Dabei wird die natürliche Scham der Kinder gebrochen, seelische Verletzungen für das ganze Leben entstehen.“

„Kinder empfinden einen ganz natürlichen Ekel vor solchen Objekten. Werte wie Liebe und Treue werden durch den Verein überhaupt nicht vermittelt. Genau nach diesen Werten sehnt sich aber immer noch die überwiegende Mehrheit der Jugendlichen.“

Freiheitliche fordern Offenlegung

Die Freiheitlichen beleuchten im Rahmen einer schriftlichen Anfrage nun die ausbezahlten Subventionen und die konkreten Beweggründe von Bildungslandesrätin Ursula Lackner, diese zu gewähren. „Dubiose Aufklärungsprojekte, wie die Sextasche Uschi, haben keinesfalls mit öffentlichen Mitteln finanziert zu werden“, so die freiheitliche Jugendsprecherin LAbg. Liane Moitzi.

Im Grunde genommen bezieht sich die Haupttätigkeit des Vereins „L(i)ebenslust“ auf Sexualaufklärung. Diese sollte aber aus freiheitlicher Sicht in erster Linie Aufgabe der Eltern sein, nicht jene eines privaten Vereins. Die zuständige SPÖ-Landesrätin Lackner wird deshalb von der FPÖ mit 26 konkreten Fragen konfrontiert.

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