Anti-Terror-Razzia

Wien: Alarm nach TNT-Fund bei Islamisten

Wochenblick Sondermagazin
By VOA [Public domain], via Wikimedia Commons

Der heikle Fund gelang den Behörden im Zuge der Ermittlungen gegen eine Gruppe von radikalen Islamisten, denen die Staatsanwaltschaft vorwirft, eine „staatsfeindliche Verbindung“ gegründet zu haben. Bei der anschließenden Anti-Terror-Razzia im Jänner wurden insgesamt 14 Islamisten in Wien und Graz festgenommen.

TNT am Türknauf der Wohnung

Wie die „Presse“ berichtet, sicherte die Polizei die Spuren von TNT am Türknauf der Wohnung eines verdächtigen Islamisten in Wien-Floridsdorf. Woher diese stammen, sei unklar. Den positiven Sprengstoffwischtest führte die Kripo im Rahmen von Observationen noch vor der Razzia durch. Der Zugriff erfolgte laut Polizei aber nicht wegen einer unmittelbaren Anschlaggefahr.

Elf Islamisten weiterhin in U-Haft

Von den ursprünglich 14 Festgenommenen sitzen noch elf Personen in U-Haft. Drei Verdächtige befinden sich mittlerweile wieder auf freiem Fuß. Ihnen wurde jedoch unter anderem der Reisepass abgenommen, denn der Tatverdacht sei weiterhin aufrecht, betonte die Staatsanwaltschaft.

Unter den anfangs 14 verhafteten Personen – zehn in Graz und vier in Wien – sollen sich auch zwei mutmaßliche salafistische Prediger und drei Frauen befinden. Die Festgenommen kommen unter anderem aus Bosnien, Syrien, Bulgarien und Mazedonien. Drei der Verdächtigen „mit Migrationshintergrund“ sollen sogar die österreichische Staatsbürgerschaft besitzen.

Bei den Anti-Terror-Einsätzen in Wien und Graz waren insgesamt 800 Polizisten im Einsatz. Neben mehreren Privatwohnungen wurden auch jeweils ein muslimischer Glaubensverein in Graz und in Wien durchsucht.

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