Umstrittene Koran-Verteilung

Wien: Salafisten rekrutieren auf der Mariahilferstraße



By Gugerell (Own work) [CC0], via Wikimedia Commons

Unter dem Motto „Ist das Leben nur ein Spiel“ fand am Samstag eine Kundgebung auf der Wiener Mariahilferstraße statt. Der Verfassungsschutz war auch vor Ort.

Ins Leben gerufen hat diese Kampagne die umstrittene Salafisten-Organisation iERA (islamic Education and Research Acadamy). Anmelder der Koran-Verteilung war nach Angaben von „oe24“ ein Grazer mit islamistischem Hintergrund.

Kommt ein Verbot?

Koran-Verteilaktionen auf Österreichs Straßen sorgten schon in der Vergangenheit immer wieder für große Aufregung. Besonders entrüstet über die jüngste Standkundgebung in Wien äußerte sich FPÖ-Klubobmann Leo Kohlbauer: „Es ist an der Zeit, zu handeln. Es kann nicht sein, dass eine salafistische Terrororganisation in Österreich Mitglieder rekrutiert.“

Über ein Verbot des Koranverteilens durch salafistische Organisationen soll laut SPÖ-Gemeinderat Omar Al-Rawi derzeit im Rahmen des Integrationsgesetzes beraten werden. Auch der Verfassungsschutz behält derartige weiterhin Veranstaltungen im Auge.

Die Hintergründe sind zweifelhaft

Die iERA (islamic Education and Research Acadamy) sorgte bereits in London immer wieder für Kontroversen. So schrieb ihr 2014 „The Daily Telegraph“ eine Verbindung zu einer Gruppe bekannter Dschihadisten zu, die für den IS in Syrien gekämpft haben sollen. Auch einem Vorsitzenden der Organisation, Hamza Tzortzis, wird vorgeworfen, eine extremistische Version des Islam zu predigen.

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