Aktivisten entrollen Banner

„Kein Geld für #Fakenews“: Identitäre steigen dem ORF aufs Dach

Quelle: Facebook-Seite "Identitäre Bewegung Österreich"

Die Identitären wollten damit gegen „die einseitige Berichterstattung des ORF“ protestieren. Anlass sei ein juristischer Erfolg gegen den ORF gewesen, erklärten sie auf ihrer Facebook-Seite.

Am späten Montagnachmittag stiegen mehrere Aktivisten der Identitären Bewegung Österreich auf das Dach des steirischen ORF-Landesstudios in Graz. Dabei entrollten sie ein Transparent mit der Aufschrift „Kein Geld für #Fakenews“. Die Identitären wollten damit gegen die einseitige Berichterstattung des ORF protestieren, heißt es in einer Stellungnahme auf ihrer Homepage.

Propagandaplattform für offene Grenzen

Die Einseitigkeit des ORF komme gerade beim Thema Masseneinwanderung sehr deutlich zum Vorschein, erklären die Identitären in ihrer Presseaussendung. Anstatt die Regierungspolitik kritisch zu hinterfragen, sei der ORF eine Propagandaplattform für offene Grenzen, heißt es darin weiter. Nach Ansicht der Identitären sei das Ziel dieser Propaganda „eine bewusste Irreführung der Österreicher über die Auswirkungen der Masseneinwanderung“ gewesen.

„Es sind gerade jene Massenmedien wie der ORF, die am lautesten gegen Fakenews schreien, aber selbst am meisten Fakenews hervorbringen“, erklärt der steirische Landesleiter Luca Kerbl. Deshalb sei es für die meisten Österreicher eine Farce, dass sie dafür auch noch Zwangsgebühren bezahlen müssen, so Kerbl abschließend.

Juristischer Sieg gegen den ORF

Anlass der Aktion soll ein juristischer Sieg der Identitären gegen den Österreichischen Rundfunk gewesen sein. Nach Angaben der Identitären stellte die Kommunikationsbehörde Austria (KommAustria) kürzlich fest, dass der ORF in seiner Berichterstattung zur Identitären-Demo im Juni letzten Jahres in Wien seine journalistische Sorgfalts- und Objektivitätspflicht verletzt habe. Der Bescheid der KommAustria sei jedoch noch nicht rechtskräftig.

Protest gegen Heldenplatz-Umbenennung

Erst gestern Abend protestierten rund 20 Aktivisten der Identitären Bewegung Wien am Heldenplatz gegen die geplante Umbenennung des Platzes. Die Aktivisten zeigten ein Banner mit der Aufschrift „Heldenplatz bleibt“ und entzündeten mehrere Rauchfackeln.

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