Islamische Glaubensgemeinschaft geht auf Konfrontationskurs

Österreichische Moslems fordern Kopftuchpflicht

Symbolbild (pixabay.com)

Die Islamische Glaubensgemeinschaft in Österreich (IGGiÖ) ist die offizielle Vertretung der in Österreich lebenden Moslems und gilt seit 1979 als anerkannte Religionsgemeinschaft. Jetzt fordert die IGGiÖ eine Kopftuchpflicht in Österreich und geht damit auf Konfrontationskurs mit der österreichischen Bundesregierung.

In ihrem Beschluss fordert der Beratungsrat der Islamischen Glaubensgemeinschaft in Österreich die Bedeckung des Körpers für alle weibliche Muslime ab der Pubertät. Es läge auch in der Verantwortung der Erziehungsberechtigten, jedes Kind an diese „religiöse Verantwortung“ heranzuführen.  Im Beschluss der IGGiÖ werden Frauen angehalten, auch das Dekolletee und den Schmuck zu verhüllen: „Und sag zu den gläubigen Frauen, sie sollen ihre Blicke senken und ihre Scham hüten, ihren Schmuck nicht offen zeigen“.

Auf Konfrontation mit österreichischem Staat

Damit geht die IGGiÖ auf direkten Konfrontationskurs mit der österreichischen Bundesregierung, die eine Verbot der Vollverschleierung plant und ein Kopftuchverbot im öffentlichen Dienst diskutiert. Die IGGiÖ dazu:

„Wie unsere Glaubenslehre auszulegen ist, ist keine Frage der österreichischen Politik oder der österreichischen Medien, sondern die ureigenste Aufgabe der Islamischen Glaubensgemeinschaft in Österreich“.

Sie sehen ihre Forderungen als nicht verhandelbar.

Kopftuchpflicht: Frauen verschwinden aus Öffentlichkeit

Ex-Grünen-Bundesrat Efgani Dönmez sieht den politischen Islam in der IGGiÖ im Vormarsch und kritisiert den Beschluss des Beratungsrates der Muslime:

„Diese Ansichten sind durch nichts theologisch belegt, es geht ausschließlich darum, die Frauen aus der Öffentlichkeit verschwinden zu lassen“.

Bereits 600.000 Moslems in Österreich

Schätzungen zufolge leben mittlerweile 600.000 Moslems in Österreich. Das entspricht sieben Prozent der österreichischen Gesamtbevölkerung. Laut Prognosen wird sich diese Zahl bis 2030 auf 800.000 bis 900.000 erhöhen. Dabei sind weitere Flüchtlingsströme noch nicht einberechnet. Das wären dann zehn Prozent der heimischen Bevölkerung. Vergleicht man die Zahlen ab 2001, zeigt sich, dass die Zahl der Moslems in Österreich um 69,3 Prozent gestiegen ist. Weitere Forderungen werden folgen.

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