Werbeausgaben öffentlicher Stellen steigen

New Deal? Kanzler Kern verdoppelt seine Werbeausgaben

"Plan A" für Austria, by SPÖ Presse und Kommunikation, via Flickr (https://www.flickr.com/photos/sozialdemokratie/32252571375) (CC BY-SA 2.0 [https://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.0/])

Im letzten Quartal 2016 sind die Werbeausgaben öffentlicher Stellen wieder stark gestiegen. Vor allem Kanzler Kern (SPÖ) und Innenminister Wolfgang Sobotka (ÖVP) investierten fleißig in Werbemaßnahmen.

Wie der „Kurier“ berichtet, wurden im letzten Jahr insgesamt 179 Millionen Euro für Werbung ausgegeben. Das stellt im Vergleich zu 2015 zwar einen Rückgang von etwa 9 Millionen Euro dar, doch im vierten Quartal waren die Ausgaben bereits wieder stark im Steigen begriffen. Im Ländervergleich führt Wien mit 8,2 Millionen Euro im vierten Quartal die Ausgabenliste an.

Kanzler Kern verdoppelt Werbeausgaben

Wie der „Standard“ berichtet, griff auch das Bundeskanzleramt im letzten Quartal noch einmal kräftig in den Topf der Steuerzahler, um für sich zu werben. Von 313.000 stiegen die Ausgaben auf 780.000 Euro und wurden somit verdoppelt. Innenminister Wolfgang Sobotka (ÖVP) ließ sich davon offenbar nicht beeindrucken. Er gab im letzten Quartal insgesamt 1,6 Millionen Euro für Werbung aus, nur das Verkehrsministerium konnte das mit 1,8 Millionen noch toppen.

Öffentliche Werbegelder florieren

Gespart wurde auch bei den öffentlichen Werbegeldern nicht. Die Mainstream-Medien erhielten trotz einer angekündigten Verdoppelung der Presseförderung weiterhin satte Summen staatlicher Gelder. Die Mediaprint-Gruppe (Krone, Kurier) erhielt beispielsweise 10,6 Millionen Euro, während der ORF als Einzelmedium ganze 6,6 Millionen Euro zugesprochen bekam. Die Styria-Gruppe (Presse, Kleine Zeitung) erhielt insgesamt 4,89 Millionen Euro.

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