Keine bundesweitere Kandidatur der "Grünen Studierenden"

Junge Grüne geben im Streit mit der Mutterpartei nach



By Manfred Werner - Tsui (Own work) [CC BY-SA 3.0], via Wikimedia Commons

Die Grünen Studierenden verzichten bei den kommenden ÖH-Wahlen auf eine bundesweite Kandidatur. Die Mutterpartei hatte mit dem Rauswurf gedroht.

Der Rauswurf der Jungen Grünen aus ihrer Mutterpartei scheint bis auf Weiteres abgewendet zu sein. Die von der Parteijugend initiierte Studentengruppe „Grüne Studierende“ – eine Abspaltung von der offiziellen grünen Studentengruppe GRAS – verzichtet nämlich auf eine bundesweite Kandidatur bei den kommenden ÖH-Wahlen im Mai.

„Druck und Klagsdrohungen“

Als Grund für das Einlenken gegenüber der Partei nannten die Grünen Studierenden den „immensen Druck und die Klagsdrohungen gegenüber den Jungen Grünen und den Grünen Studierenden“. Deshalb werde man auf eine Kandidatur auf Bundesebene und an jenen Hochschulen verzichten, an denen die GRAS bisher angetreten ist, erklärte die Gruppe in ihrer OTS-Aussendung.

“In Graz und Linz, wo wir seit Jahren tief verwurzelt sind, werden wir auch weiterhin kandidieren”, so Johannes Steiner, Sprecher der Grünen Studierenden.

Außerdem werde man an weiteren Hochschulstandorten antreten, an denen die GRAS nicht kandidiert.

Grüne Mutterpartei stellte Ultimatum

Die Grünen Studierenden hatten sich im letzten Herbst von der GRAS abgespalten, weil man ihr „Versagen“ und „inhaltlichen Verfall“ vorwarf. Als die Jungen Grünen dann auch noch ankündigten, die GRAS-Abspaltung bei der kommenden ÖH-Wahl zu unterstützen, kam es zum Bruch mit der Mutterpartei. Die Grünen drohten der Parteijugend daraufhin mit dem Rauswurf, sollten die Grünen Studierenden nicht bis 1. April auf eine Kandidatur gegen die GRAS verzichten.

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