In einem exklusiven Interview mit der "Kleinen Zeitung"

Red-Bull-Boss Mateschitz attackiert politisches Establishment

Wochenblick Sondermagazin
via Pixabay

Dietrich Mateschitz ist nicht unbedingt für seine zahlreichen öffentlichen Auftritte bekannt. In einem seiner seltenen Interviews richtet er nun klare Worte an die etablierte politisch-mediale Klasse in Österreich und Europa.

Die „Kleine Zeitung“ hatte die Gelegenheit, mit dem österreichischen Vorzeige-Unternehmer Dietrich Mateschitz anlässlich des 30-Jahr-Jubiläums von „Red Bull“ ein umfangreiches Gespräch zu führen. Darin bringt Mateschitz sein Unverständnis gegenüber der Trump-Hysterie zum Ausdruck, fordert einen friedlichen Dialog mit Russland, kritisiert die grassierende „political correctness“ der herrschenden politisch-medialen Klasse und hinterfragt den politischen Umgang mit der schrankenlosen Einwanderung nach Europa.

Trump ist kein „Idiot“

Auf den neuen amerikanischen Präsidenten angesprochen zeigt sich Mateschitz skeptisch gegenüber der grassierenden Hysterie in Europa und der westlichen Welt. Man solle Trump „Zeit geben“ um zu sehen, in welche Richtung seine Politik führt.

„Ich glaube nicht, dass er so ein Idiot ist, wie man ihn hinstellt. Wenn man mit Amerikanern spricht, hört man oft, dass sie einmal grundsätzlich froh sind, dass es eine neue Administration gibt. Die frühere hat man ja in vielen Belangen mehr als infrage gestellt. Und „anders“ ist es ja jetzt ohne Zweifel.“

Dialog mit Russland

Laut Mateschitz würden viele Dinge an Trump auch zu Unrecht kritisiert werden, wie etwa der „versuchte Dialog mit Russland“. Mit einem „Wirtschaftsboykott“ ein Land wie Russland in den Ruin treiben zu wollen, „mache einfach keinen Sinn“, denn das würde auch für Europa einen „Verlust in Milliardenhöhe“ bedeuten. Mateschitz spricht sich in diesem Sinne für einen zielführenden Dialog mit Putin und Russland aus und kritisiert gleichzeitig die Verteufelung durch die Etablierten:

„Doch das Meinungsdiktat des politisch Korrekten sagt: Russland ist ein Schurkenstaat, das Böse schlechthin, und wir sind die Guten. Und jeder, der das nicht so sieht, liegt falsch. Dann ist auch schnell Schluss mit Meinungsfreiheit, denn die wird ja nur gewährt, solange man dieselbe Meinung vertritt wie sie. Ich brauche niemanden, der mir sagt, wer meine Feinde sind.“

Gleichzeitig würde diese „selbst ernannte sogenannte intellektuelle Elite“ jedoch keinen wesentlichen „wirtschaftspolitischen oder kulturpolitischen Beitrag“ für Österreich leisten.

Fragwürdiger Umgang mit „Auswanderungswelle“

Als wäre das noch nicht genug, schlachtet Mateschitz auch noch eine weitere heilige Kuh der politisch korrekten Klasse: nämlich „das unverzeihliche Ausmaß der politischen Fehleinschätzungen und Fehlentscheidungen bei der Nichtbewältigung der Flüchtlingswelle oder, besser gesagt, der Auswanderungswelle.“

„Würde man in einem Unternehmen Fehlentscheidungen dieser Tragweite treffen, wäre man in Kürze pleite“, zieht der erfolgreiche Geschäftsmann und Milliardär eine treffende Parallele. Gleichzeitig gibt Mateschitz ein flammendes Plädoyer für die kulturelle Einzigartigkeit und Vielfalt unseres Kontinents ab, der auf keinen Fall „destabilisiert“ werden dürfe:

„Wenn einer der höchsten Beamten in Brüssel sagt, dass Staaten mit Monokulturen von der Landkarte ausradiert gehören, dann mache hoffentlich nicht nur ich mir Sorgen.“

Angesichts dessen spricht der 72-jährige aber auch eine klare Warnung vor den „ganz großen Auswanderungsströme und Völkerwanderungen auf dem gesamten Erdball“ aus:

„Es werden viele Hunderte Millionen von Menschen in einen für sie besseren Lebensraum wollen, wo es noch Trinkwasser gibt, eine intakte Natur und wo Menschenrechte gelten. Und das ist dann politisch nicht mehr regulierbar – außer man wirkt rechtzeitig den Ursachen entgegen.“

Grassierende Einschränkung der Meinungsfreiheit

Daneben kritisiert Mateschitz aber auch die Bemühungen Brüssels und anderer globalistischer Fraktionen, angesichts dieser Bedrohungen die Meinungsfreiheit immer mehr einzuschränken und den mündigen Bürger in einen „gläsernen Menschen“ verwandeln zu wollen:

„Man will den unmündigen, kritiklosen und verängstigten Staatsbürger. Metternich war ein Lehrbub gegen das, was heute passiert. Das ureigenste aller Menschenrechte ist das auf Eigenverantwortung, und das nehmen sie dir. Sie manipulieren, reglementieren, überwachen, kontrollieren. Und der gläserne Mensch ist genauso ein Albtraum wie die Meinungsdiktatur. Jetzt will man auch noch das Bargeld abschaffen! Wen bitte hat es zu interessieren, was und wo ich zu Abend gegessen habe oder was ich meiner Familie und Freunden zu Weihnachten schenke?“

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