Hochbetrieb am Osterwochenende

NGOs betreiben tausendfachen Rechtsbruch im Mittelmeer

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Am Osterwochenende wurden laut Medienberichten tausende Migranten von privaten NGOs „gerettet“ und auf das europäische Festland geschleppt. Ein Schiff einer deutschen Hilfsorganisation geriet dabei selbst in Seenot.

Am Osterwochenende herrschte für den Schlepperbetrieb privater NGOs und der Marine Hochbetrieb. Schon seit Wochen steht die Mittelmeerroute wieder im Brennpunkt von Migranten und Schleppern. Das Konzept ist immer dasselbe: Tausende Migranten machen sich mit völlig seeuntüchtigen Booten über das Mittelmeer auf den Weg nach Europa und geraten dabei vorhersehbar und berechnend in Seenot. Ein Schiff einer privaten Hilfsorganisation oder die Marine „rettet“ die Einwanderer anschließend und bringt sie nicht zurück an die afrikanische Küste, sondern aufs europäische Festland.

Tausende Afrikaner am Weg nach Europa

Wie der „Kurier“ berichtet, sprachen die privaten „Retter“ am Wochenende „von einer beispiellosen Situation auf dem Mittelmeer“. Bereits am Freitag wurden von mehreren NGOs nach eigenen Angaben knapp 2.000 Migranten gerettet, am Samstag waren es sogar 3.000 Menschen. Am Sonntag kamen nochmal 1.000 Migranten hinzu. Das alles spielte sich nur wenige Kilometer vor der libyschen Küste ab. Die Hilfsorganisation „Ärzte ohne Grenzen“ machte anlässlich dieser Notfälle der europäischen Grenzschutzorganisation Frontex schwere Vorwürfe und forderte von der EU ein Seenotrettungsprogramm. Gleichzeitig macht sie aber auch keinen Hehl daraus, offene Schlepperei zu betreiben:

NGO-Schiff geriet in Seenot

Wie unter anderem der „ORF“ berichtete, geriet am Wochenende ein Schiff einer privaten Hilfsorganisation selbst in Seenot. Da zu viele Leute an Bord der „Iuventa“ waren, ist es manövrierunfähig geworden. Der Kapitän sprach sogar von der Gefahr, „Leute zu verlieren“, sollte keine Hilfe eintreffen. Am Montag konnte schließlich ein Teil der Migranten auf ein anderes Schiff umgeladen werden, wodurch das Schiff wieder einsatzfähig war. Hinter dem Schiff steckt der deutsche Verein „Jugend rettet“, welcher 2015 als Reaktion auf die Situation im Mittelmeer gegründet wurde.

 

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