Papst fordert offene Grenzen

Le Pen kritisiert Papst Franziskus

Papst fordert offene Grenzen

Wochenblick Sondermagazin
Len Pen und Franziskus
Bild Le Pen: Flickr; Global Panorama - Marine Le Pen, Leader of the French National Front (CC BY-SA 2.0) Bild Franziskus: Casa Rosada (Argentina Presidency of the Nation) [CC BY-SA 2.0], via Wikimedia Commons

Marine Le Pen kritisiert Papst Franziskus für dessen Forderung nach offenen Grenzen. Sie wirft dem Kirchenoberhaupt vor, dass die eigenen Bürger ignoriert werden.

Der Papst überschreite als religiöser Anführer seine Kompetenzen. Franziskus ist nicht nur Kirchenoberhaupt, sondern auch Staatschef des Kleinstaates Vatikan, der die härtesten Einwanderungsgesetze weltweit hat. Im Interview mit La Croix sagt die Front-National-Vorsitzende: „Für mich ist das eine politische Angelegenheit und damit eine Einmischung in innere Angelegenheiten, da er auch ein Staatschef ist.“ Die 48-jährige Präsidentschaftskandidatin ist selbst gläubige Christin und antwortet auch auf die Frage zu ihrer Einstellung zur Kirche.

„Ich habe einen starken Glauben und ich bin froh, dass ich diesen für mich nie in Zweifel gezogen habe.

Allerdings gebe ich zu, dass ich mich über die Kirche ärgere, da ich finde, sie mischt sich in alles ein, außer in das, was ihre eigentliche Aufgabe wäre.“

Macron ist schamloser Globalist

Neben der Kritik an Papst Franziskus äußerte sie sich auch zur bevorstehenden Vorwahl in Frankreich. Sie freut sich auf das Duell mit ihrem Mitbewerber Macron.

„Ich habe immer gesagt, dass ich in der zweiten Runde gerne gegen Emmanuel Macron antreten würde, da es dann eine Wahl zwischen zwei eindeutigen Optionen gäbe.“

Gleichzeitig warf die Präsidentschaftskandidatin ihrem Konkurrenten vor, ein schamloser Globalist zu sein, der für eine völlige Grenzöffnung wirbt.

„Er ist ein schamloser Globalist, der die völlige Grenzöffnung, den Freihandel und die Auflösung Frankreichs beschleunigen will und das zugunsten privater und finanzieller Interessen.“

Rückkehr zum Nationalstaat

Marine Le Pen steht für eine Rückkehr zum Nationalstaat:

„Ich dagegen schlage die Rückkehr zum Nationalstaat vor, der effektivsten Struktur für die Garantie von Sicherheit, Wohlstand und Demokratie und dem Schutz unserer Identität.“

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