Ermittler gehen von einer Aktienspekulation aus

BVB-Attentat soll kein islamistischer Terroranschlag gewesen sein

Bild: Pixabay

Heute Morgen wurde ein 28-jähriger Tatverdächtiger in Baden-Württemberg festgenommen. Laut Bundesanwaltschaft soll er auf einen Kursverlust der BVB-Aktie spekuliert und deshalb den Anschlag ausgeübt haben.

Das berichtet die „Presse“ heute Morgen unter Berufung auf eine APA-Meldung. Die deutsche Bundesanwaltschaft teilte demnach mit, dass erhebliche Zweifel daran bestünden, dass der Anschlag einen islamistischen oder gar, wie zuletzt mehrmals gemutmaßt, rechtsextremen Hintergrund hat. Vielmehr soll der Täter versucht haben, mit dem Anschlag den Wert der Aktie des Borussia Dortmund zum Fallen zu bringen.

Spekulation auf fallende Kurse

So soll der 28-jährige bereits am 9. April in das Mannschaftshotel des BVB eingecheckt haben und von seinem Zimmer einen Ausblick auf den späteren Tatort gehabt haben. Am Tag des Anschlags, den 11. April, soll er über die Internetverbindung des Hotels insgesamt 15.000 Verkaufsoptionen um 78.000 Euro für die BVB-Aktie erworben haben. Hätte er mit seinem Anschlag mehrere Spieler tatsächlich schwer verletzt oder gar getötet, wäre mit einem starken Kursverlust der Aktie zu rechnen gewesen. Das hätte für den Tatverdächtigen einen Millionengewinn bedeutet.

Bekennerschreiben als Ablenkung

Das Bekennerschreiben, das von der Polizei am Tatort aufgefunden wurde und eindeutig auf einen islamistischen Hintergrund verweist, soll laut der Bundesanwaltschaft demnach zur Ablenkung verfasst worden sein. Dem 28-jährigen, der sowohl eine deutschen als auch russischen Pass besitzen soll, werden nun versuchter Mord, Herbeiführung einer Sprengstoffexplosion sowie gefährliche Körperverletzung vorgeworfen.

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