SPÖ-Klubobmann Schieder ist gegen Geldstrafen

SPÖ: „Kulanzlösung“ für türkische Doppelstaatsbürger

Andreas Schieder, by SPÖ Presse und Kommunikation, via Flickr [(CC BY-SA 2.0)]

Bereits seit Wochen laufen die Diskussionen um die tausenden illegalen Doppelstaatsbürgerschaften von Türken in Österreich. Die SPÖ kann sich für die Betroffenen eine „Kulanzlösung“ vorstellen.

Mit dem Verfassungsreferendum in der Türkei ist auch die Diskussion um die türkischen Doppelstaatsbürger wieder angeheizt worden. So forderte ÖVP-Innenminister Wolfgang Sobotka vor wenigen Tagen die Einführung von Geldstrafen für illegale Doppelstaatsbürgerschaften.

SPÖ fordert „Kulanzlösung“

Die SPÖ lehnt diese Forderung ab und kann sich eine „Kulanzlösung“ vorstellen. Sollten die Betroffenen Reue zeigen und ihren Pass zurückgeben, so wolle man „kulant“ sein und die „ganze Angelegenheit rasch bereinigen“, zitiert die „Presse“ den SPÖ-Klubobmann Andreas Schieder.

Schieder: Kein „Hinpecken“ auf Türken

Allgemein zeigt sich Schieder mit der derzeitigen Wahrnehmung von türkisch-stämmigen Personen in Österreich unzufrieden und spricht sich nach dem Erdogan-Votum gegen unzulässige „Generalisierungen“ aus. So würden viele Türken mit österreichischer Staatsbürgerschaft als „brave und fleißige Mittelstandsbürger leben“ und hätten mit dem Votum nichts zu tun. Schieder wolle nicht, dass man auf diese „hinpeckt“.

Dass jedoch auch ein großer Teil der türkisch-stämmigen Österreicher Erdogan unterstützt, zeigt unter anderem diese Reportage des „Kurier“. Erinnert man sich allerdings daran, dass ein Großteil der türkisch-stämmigen Einwanderer in Österreich die SPÖ unterstützt, braucht man sich über die Aussagen von Klubobmann Schieder nicht länger wundern.

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