Schwere Vorwürfe von italienischen Behörden

Jetzt ist es offiziell: NGOs kooperieren mit Schleppern

Wochenblick Sondermagazin
Anlandung von Asylnten Flüchtlingen in Messina / Sizilien, by Metropolico.org, via Flickr [CC BY-SA 2.0]

Laut einem italienischen Staatsanwalt würden mehrere private Hilfsorganisationen mit Schleppern in Libyen zusammenarbeiten.

Wie unter anderem der ORF berichtet, gab der Staatsanwalt Carmelo Zuccaro gegenüber der italienischen Tageszeitung „La Stampa“ an, Beweise dafür zu haben, dass es „direkte Kontakte zwischen einigen Nichtregierungsorganisationen und Schleppern in Libyen gibt“.

Migrantenboote durch Lichtsignale geleitet

Der Staatsanwalt wirft den vermeintlichen „Rettern“ vor, die Schlepperboote mit illegalen Migranten durch Lichtsignale in Richtung der NGO-Schiffe zu leiten. Es wurde eine sofortige Ermittlung eingeleitet. Ob die Beweise jedoch in einem Gerichtsverfahren genutzt werden können, ist derzeit noch fraglich.

Schlepperei unter dem Deckmantel der „Rettung“

Derzeit befinden sich insgesamt weit über zehn verschiedene NGOs am Mittelmeer im Einsatz. Größere Organisationen wie „Ärzte ohne Grenzen“ oder „Save the Children“ wären von den Vorwürfen nicht betroffen. Dennoch betreiben auch diese NGOs unter dem Deckmantel der „Rettung“ faktische Schlepperei, da sie die in Seenot geratenen Afrikaner nicht an die meist nahe gelegene libysche Küste, sondern meilenweit auf das europäische Festland nach Italien bringen.

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