Überwindung verhärteter Strukturen

Brauchtumspflege: Der Georgitag

Symbolbild Tracht

In unserer modernen Gesellschaft stellt sich die Frage: Brauchen wir unser Brauchtum überhaupt noch? Dabei haben uns die einzelnen Brauchtumstage viel zu sagen, beispielsweise der Georgitag.

Brauchtum ist in den verschiedenen Kulturen unterschiedlich ausgeprägt. Jetzt im Frühling wird die Kraft und Energie, die die Natur in ihrer prächtigen Vielfalt zeigt, Anlass für unzählige Frühlingsfeiern. In vielen Gemeinden bereitet man sich auf das Maibaumaufstellen, auf Frühlingskonzerte oder Tanzveranstaltungen vor.

Der Georgitag als Beginn des bäuerlichen Frühlings

Am Georgitag (23. April) wird an den hl. Georg gedacht, der als Schutzpatron der Bauern, Bergleute oder der Reiter gilt. Der Georgitag ist in unseren Breiten ein alter Brauchtums- und Lostag. Er gilt als Beginn des bäuerlichen Frühlings, denn bis dahin sind erfahrungsgemäß Schneeeinbrüche möglich. Dann beginnt die Pflanzung und Aussaat des Getreides. Damit verbunden sind ab nun das Wegerecht und das Betreten der Felder wieder eingeschränkt. Der Georgitag steht demnach für einen respektvollen Umgang mit der Natur.

Symbol für Überwindung verhärteter Strukturen

Der hl. Georg ist oft dargestellt mit Drache, Schild und Lanze. Der Drache symbolisiert verhärtete Strukturen – wie der Winter. Die Lanze steht für die Abwehr dieser Strukturen. Im Laufe der Geschichte entstanden viele Legenden und Mythen rund um den hl. Georg zur Überwindung verhärteter gesellschaftlicher und politscher Strukturen sowie zur Abwehr von Feinden gegen bäuerliche Kultur.

Brauchen wir noch unser Brauchtum? Die Frage ist leicht zu beantworten: Brauchtumsveranstaltungen wie der Georgitag können uns zeigen, wie bedeutend die bäuerliche Kultur und der respektvolle Umgang mit der Natur und der Heimat für das Fortbestehen einer jeden Gesellschaft ist.

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