Deutliche Worte nach Kopftuch-Sager

Liberale Muslime: „Islamophobie“ wurde von Islamisten erfunden

Wochenblick Sondermagazin
Islamisches Zentrum in Wien
By Bwag (Own work) [CC BY-SA 4.0], via Wikimedia Commons

Der Präsident der Liberalen Muslime in Österreich, Amer Albayati, fand in seinem offenen Brief an Van der Bellen deutliche Worte zum Vorwurf der „Islamophobie“. Er ist sicher: Der Begriff ist von Islamisten erfunden worden.

Der österreichische Bundespräsident Alexander Van der Bellen sprach in seiner Skandal-Äußerung unter anderem von einer „um sich greifenden Islamophobie“ in Österreich. Neben der weltweiten Empörung sind selbst liberale Muslime schockiert und widersprechen Van der Bellen.

Von Islamisten erfunden

Albayati schrieb in einer Presseaussendung: „Die Initiative Liberaler Muslime ist der Meinung, Islamkritik und Meinungsfreiheit können niemals Islamophobie oder Rassismus sein. Vielmehr verstecken sich radikale Islamisten hinter diesem künstlichen Begriff. Sie wollen mit der Islamophobiekeule jegliche Kritik und Meinungsfreiheit in Europa verhindern und einen Feldzug gegen Kritiker starten. Ja, wir haben Angst.“

An die Medien richtet er einen Appell: „Die Verfechter dieses Begriffes zielen stets darauf ab, islamistische Missstände und Skandale nachträglich zu vertuschen, um damit radikalen Islamisten eine Imagepolitur zu verpassen. Wir appellieren daher an die Vertreter der Medien, dieses Ansinnen stets kritisch zu hinterfragen und zu entlarven.“

Auch der ehemalige Grünen-Politiker Efgani Dönmez, schrieb einen Brief an Van der Bellen von diesem Vorwurf: „Ebenso der Kampfbegriff der “Islamophobie”, wo der Versuch unternommen wird, jegliche Kritik als Rassistisch, Islamfeindlich und Ausländerfeindlich sofort im Keim zu ersticken und keine Diskussionen aufkommen zu lassen.“

 

Berührungspunkte zwischen Politik und Islamisten

Die ILMÖ ist der Überzeugung, dass es in ganz Europa Politiker gibt, die radikale Islamisten und extremistische Organisationen unterstützen. Gerade in Österreich würde konsequent weggeschaut, wenn in Moscheevereinen, in islamischen Schulen und Kindergärten radikales Gedankengut verbreitet wird. Man lässt zu, dass diese Strukturen letztlich auch der Nährboden für Radikalismus und Terrorismus sind:

„Diese Berührungspunkte zwischen der Politik und radikalen Islamisten sind allgegenwärtig. Nicht nur deshalb soll nun offenbar verstärkt unter dem Deckmantel der Islamophobie gegen Kritiker vorgegangen werden, die diese Verbindungen aufdecken. Das darf und wird nicht in Europa gelingen! Wir werden nicht schweigen und keiner kann unsere berechtige Kritik Mundtot machen.“

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