Neufassung des Glass-Steagal-Gesetzes

Trump prüft Gesetz zur Trennung großer US-Banken

Wochenblick Sondermagazin
Gage Skidmore [CC BY-SA 3.0], via Wikimedia Commons

US-Präsident Donald Trump denkt über eine mögliche Aufspaltung der großen Wallstreet-Banken nach. Die Ankündigung sorgte umgehend für vorübergehende Kursverluste an den Finanzmärkten.

Am Montag sorgte US-Präsident Donald Trump mit seinen Aussagen zu einer möglichen Bankenregulierung für Aufregung an den Finanzmärkten In einem Interview erklärte der US-Präsident, dass er sich mit Finanzminister Steven Mnuchin über eine mögliche Neufassung des Glass-Steagal-Gesetzes berät.

„Ich schaue mir das gerade an“, sagte Trump gegenüber „Bloomberg“. „Es gibt einige, die das alte System zurück haben wollen, richtig?“

Bankentrennung durch Bill Clinton aufgehoben

Das Glass-Steagall-Gesetz hatte wurde in Zuge der Großen Depression der 1930er Jahre eingeführt, um die Auswirkungen der Weltwirtschaftskrise zu bekämpfen, und trennte seitdem Privatkunden- und Investmentbanking. Erst 1999 schaffte der damalige US-Präsident Bill Clinton das Gesetz ab.

Glass-Steagall-Gesetz für das 21. Jahrhundert

Trump forderte schon während des Präsidentschaftswahlkampfs eine Neufassung des Bankentrennungsgesetzes und sprach dabei von einem „Glass-Steagal-Gesetz für das 21. Jahrhundert“. Für die riesigen US-Banken wie JPMorgan Chase oder Bank of America könnte ein solches Gesetz große finanzielle Einbußen bedeuten. Details zu einem neuen Gesetzesentwurf wurden zwar noch keine vorgelegt, dennoch kam es am Montag vorübergehend zu spürbaren Kursverlusten an den Finanzmärkten.

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