40.000 kamen bis Ende April über das Mittelmeer

Sizilianischer Bürgermeister: „Rettungsschiffe verschlimmern die Flüchtlingskrise“



Anlandung von Asylnten Flüchtlingen in Messina / Sizilien, by Metropolico.org, via Flickr [CC BY-SA 2.0]

Der Bürgermeister von Pozzallo in Südsizilien spricht über die Auswirkungen der Rettungsboote: Sie verschlimmern die Asylkrise!

Pozzallo in Südsizilien ist einer von fünf Asyl-Hotspots in Italien. Nun äußerte sich der Bürgermeister Luigi Ammatuna gegenüber der deutschen Zeitschrift Focus zu den Auswirkungen der Rettungsboote von Marine und NGOs.

Rekordzahlen der Ankommenden

2013 seien nur 4500 Migranten in Pozzallo angekommen. Diesen Wert hätte man 2017 nach nur 4 Monaten überschritten. Es sind Rekordzahlen und Ammatuna rechnet damit, dass diese noch weiter steigen.

„Rettungsschiffe“ bringen Migranten bei jedem Wetter

Denn inzwischen würden die Migranten nicht nur bei gutem Wetter zwischen Mai und September ankommen. Der Grund liegt darin, dass die „Rettungsschiffe“ der Küstenwache, Marine und den NGOs auch bei schlechtem Wetter rausfahren.

Überfahrt in relativer Sicherheit

Dadurch würden sie die Anzahl der Illegalen noch erhöhen: Diese hätten nun weniger Angst, das Leben zu verlieren und würden das Risiko einer Überfahrt eher in Kauf nehmen:

„Sie fahren aus Libyen auch los, wenn das Meer aufgewühlt ist, weil sie wissen, dass die Schiffe von Marine, NGO und der Küstenwache sie sofort aufgabeln.“

Die Schiffe würden auf der einen Seite Tote vermeiden, auf der anderen Seite aber auch dafür Sorgen, dass die Asylkrise immer schlimmer werde:

„Sie erlauben immer mehr Menschen, die Überfahrt nach Europa in relativer Sicherheit wagen zu können.“

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