Umstrittene Aussage in Talkshow

SPD-Politiker: Bürger sollen sich selbst vor Einbrechern schützen

Wochenblick Sondermagazin
Foto John (li.) und Lauterbach, ARD Hart aber Fair: Screenshot Youtube

Bezeichnender Sager in einer Sendung des deutschen Talk-Formats „Hart aber fair“ am Montag, den 8. Mai: Der stellvertretende Vorsitzende der SPD-Bundestagsfraktion, Karl Lauterbach, erklärt den deutschen Zuschauern, die Bürger müssten sich vor allem selbst vor Einbrechern schützen. Denn der Staat könne sie längst nicht alle Einbrecher verfolgen.

„Beim Einbruch ist das entscheidende die Vorbeugung. Für 400 bis 800 Euro kann ich eine Wohnung sehr sicher machen. Für 2.000 Euro ein ganzes Haus“,

betonte der Sozialdemokrat (ca. Stelle 40:20 im untenstehenden Video). AfD-Politiker Martin Renner ergänzte sichtlich belustigt: „Das ist eine Vorstellung…“

Linken-Fraktionsvorsitzende Sahra Wagenknecht, die ebenfalls an der Diskussion zu den kommenden Landtagswahlen in Nordrhein-Westfalen teilnahm, entgegnete, dieser Vorschlag sei wirklich „zynisch“. Der Staat sei für die Garantie der inneren Sicherheit verantwortlich.

Schock bei Publikum und Moderator

Nicht nur im Publikum, sondern auch bei Moderator Frank Plasberg sorgte der SPD-Sager für Entsetzen.„Ist das tatsächlich Ihr Ernst? Habe ich sie richtig verstanden, dass sie sagen, wir wollen kapitulieren?“, fragt Plasberg – darauf Bezug nehmend – Lauterbach. Der Moderator ergänzt wenig später: „Wollen Sie damit zitiert werden?“

Der Staat würde für die Einbruchs-Vorsorge den Bürgern Geld zur Verfügung stellen, ergänzte Lauterbach schließlich verschämt. Auch für einen schrägen Vergleich war sich die SPD-Grande nicht zu schade: „Es gibt schwere Erkrankungen, die kann ich schlechter heilen, als ich ihnen vorbeugen kann! Und beim Einbruch ist es genau das Gleiche.“ Plasberg ergänzte, dass Einbrecher jedoch oft von außen kämen.

Grüne: „Schließen Sie immer die Türen ab“

Die umstrittene Grünen-Politikerin und ehemalige Ministerin für Umwelt, Bärbel Höhn, hatte ebenfalls einen Hinweis parat. Da sie selbst Opfer eines Einbruchs geworden sei, riet sie: „Die Polizei hat gesagt: Also, schließen Sie immer die Türen ab“, berichtet Höhn. „Also sowas ist ja auch zum Beispiel ein Tipp, den kann jeder machen, ohne dass es was kostet.“

Zugleich musste sie eingestehen, dass Einbrecherbanden überwiegend aus Südosteuropa nach Nordrhein-Westfalen kämen. Zur Sprache kam auch die massiv gestiegene Kriminalität in Folge der Masseneinwanderung und Asyl-Krise von 2015.

Die komplette Sendung:

 

 

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