Streit um Brexit-Kosten geht weiter

Außenminister Johnson: EU soll für den Brexit zahlen

Wochenblick Sondermagazin
By Boris Johnson -opening bell at NASDAQ-14Sept2009.jpg: Think Londonderivative work: Snowmanradio [CC BY 2.0], via Wikimedia Commons

Der Streit um die Kosten für den EU-Austritt Großbritanniens geht weiter: Die Union könnte gezwungen werden, die Kosten für den Brexit zu übernehmen, meint Außenminister Boris Johnson.

Der britische Außenminister Boris Johnson gehörte zu den größten Brexit-Unterstützern während des Referendums. In einem Interview mit „Daily Telegraph“ befeuerte er erneut den Streit um die Kosten für den Brexit.

„Wir können einfach gehen (ohne zu zahlen)“, sagte Johnson.

EU will Großbritannien „ausbluten“ lassen

Nachdem die Briten sich mehrheitlich für den EU-Ausstieg ausgesprochen haben, müssen Großbritannien und die Europäische Union noch über die Ausstiegsmodalitäten verhandeln. Medienberichten zufolge soll die EU von Großbritannien bis zu 100 Milliarden Euro verlangen.

Geht es nach Johnson wird Großbritannien nicht alles bezahlen. Der Außenminister sieht im Gegenteil die EU in einer finanziellen Verpflichtung gegenüber den Briten. Beispielsweise müssten gemeinsam bezahlte EU-Gebäude noch gegengerechnet werden.

„Es gibt Vermögenswerte, die uns gemeinsam gehören und für die wir jahrelang bezahlt haben“, sagte der Außenminister.

Zudem warf er der EU vor, Großbritannien „ausbluten“ lassen zu wollen.

„Juncker denkt, dass es das Hotel California ist“

„EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker denkt, dass es das Hotel California ist, wo man auschecken, aber niemals gehen kann. Er hat unrecht“,

sagte Johnson in Anspielung auf ein berühmtes Lied der „Eagles“.

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