Asyl gegen Geld

Erster Mitarbeiter entlassen: Asyl-Verein in Korruptionsskandal verwickelt



Asyl Korruption Bestechung Österreich
Bild: Pixabay, bearbeitet

Ende April berichtete „Info-DIREKT“, dass ein Beamter für bis zu 2.500 Euro positive Asyl-Bescheide im Erstaufnahmezentrum Traiskirchen verkauft haben soll. Jetzt ist ein weiterer „Asyl gegen Geld“-Fall aus dem Burgenland bekannt geworden.

Laut einem Bericht der „Presse“  habe ein ägyptischstämmiger Rechtsberater vom „Verein Menschenrechte“ (VM) in Eisenstadt gegen Geld ein positives bzw. rasches Asyl-Verfahren versprochen.

Mehrere Tausend Euro verlangt

Zudem soll es laut Zeugenaussagen auch Fälle gegeben haben, bei denen der Mann für unterschiedliche Dienstleistungen mehrere Tausend Euro verlangt hat. Tonbandaufnahmen, die belastenden Gespräche belegen, würden der „Presse“ vorliegen.

Nach der Veröffentlichung des Falls hatte sich dass Bundesamt für Korruptionsbekämpfung eingeschaltet. Eine Anzeige wurde erstattet, mehrere Asylwerber sollen ausgesagt haben. Inzwischen sei zu einer „einvernehmlichen Kündigung“ gekommen, erklärte der VM. Der Verein übernimmt die gesetzlich verpflichtende Rechtsvertretung von Asylwerbern.

Auch Asyl-Beamte in Fall verwickelt?

Nun wird auch untersucht, ob Beamte des Bundesamtes für Fremdenwesen und Asyl in den Korruptions-Skandal verwickelt sind. Der gekündigte Rechtsberater soll mittlerweile Asylwerber massiv unter Druck setzen. Er will diese von Anzeigen sowie Aussagen abhalten.

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