Trotz erneuten Raketentests Nordkoreas

Neue UNO-Sanktionen gegen Nordkorea bleiben vorerst aus

Bildquelle: APA

Der UNO-Sicherheitsrat sieht trotz des erneuten Raketentests Nordkoreas von neuen Sanktionen gegen das kommunistisch regierte Land vorerst offenbar ab. Der UNO-Botschafter Uruguays und derzeitiger Vorsitzender des Gremiums, Elbio Rosselli, sagte am Dienstag (Ortszeit) in New York lediglich, der 15 Mitglieder zählende Rat lehne die Handlungen Nordkoreas entschieden ab.

Alle Länder müssten sich an bereits verhängte Sanktionen des UNO-Sicherheitsrats halten. Mehrere UNO-Resolutionen untersagen der kommunistischen Führung in Pjöngjang Tests unter Verwendung ballistischer Raketentechnik. Am Montag hatte der Sicherheitsrat den Raketentest vom Sonntag bereits scharf verurteilt und Bereitschaft erkennen lassen, neue Sanktionen gegen Pjöngjang zu verhängen. Rosselli sagte, es sei sehr wichtig, dass Nordkorea „eine ehrliche Verpflichtung zur Abrüstung“ zeige. Das Land müsse Spannungen auf der koreanischen Halbinsel und darüber hinaus abbauen.

Japan und USA für verschärfte Sanktionen

US-Außenminister Rex Tillerson beriet sich am Dienstag unterdessen mit seinem japanischen Amtskollegen Fumio Kishida und sicherte diesem die Unterstützung der USA zu. Beide Minister seien sich einig gewesen, dass nach dem jüngsten Raketentest verschärfte Sanktionen notwendig seien, teilte das State Department in Washington mit.

Lage bleibt angespannt

Die Lage in der Region ist nach zwei Atomversuchen und zahlreichen Raketentests Nordkoreas seit dem vergangenen Jahr sehr angespannt. US-Präsident Donald Trump drohte mehrmals mit Alleingängen in dem Atomstreit. Auch schloss er einen Militärschlag nicht aus.

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