Ein Kommentar von Julian Wagner

Universitäten sind ein Hort der Dummheit



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Wenn mich etwas ankotzt, dann sind es städtisch wohnende Studentinnen volkswirtschaftlich nutzloser Studiengänge. Sie haben noch nie einen Cent Steuer bezahlt und unterstützen mit ihrem Wahlverhalten Parteien, die die arbeitende Bevölkerung dazu zwingen, für ihr Studium aufzukommen.

Kommentar von Julian Wagner

Die Hauptwählergruppe der linken Parteien und ihrer Ableger sind städtisch wohnende Frauen, jung, mit hohem Bildungsgrad. Lustig ist, dass diese Tatsache von deren Vertretern als Pro-Argument verwendet wird, obwohl es perfekt aufzeigt, wie überflüssig diese politischen Bewegungen sind. Universitäre Vorfeldorganisationen dieser Parteien fordern immer wieder mal ein Grundstipendium in der Höhe eines durchschnittlichen Einkommens, wohlgemerkt für jeden Studenten – egal wer, woher, welches Studium usw.

Die klassische Grünwählerin

Man stelle sich Giulietta-Ramona vor, 22 Jahre alt, wohnhaft am Wiener Wilhelminenberg und Studentin der Kunstwissenschaften. Sie geht gern mit einem handgeflochtenen Weidekorb über den Markt um frische Auberginen zu kaufen. Giuletta-Ramona arbeitet geringfügig in der Steuerberatungskanzlei ihres Vaters, wo sie Akten sortiert und leidenschaftlich Kaffee schlürft.

Ja, meine Damen und Herren: Diese Giulietta-Ramona, die in ihrem Leben noch nie einen Finger gerührt hat und alles vorgelegt bekam, entscheidet mit ihrem Wahlverhalten darüber, dass Hans am Hochofen 50 Prozent seines Gehalts an Abgaben abdrücken muss, für Giuletta und ihre Kolleginnen, die ein feines Starbucks-Käffchen am Kampus schlürfen wollen. Und nicht nur das: Giuletta und ihre Kolleginnen finden diese Situation auch noch gut, wünschenswert und fühlen sich moralisch dem Hans weit überlegen! Hans ist für sie ein ungebildeter „Hackler“.

Hans kann bei einem Haus alles reparieren. Er kennt sich mit Elektrik aus, mit Heizungsinstallation, hat sein Dach selbst gemacht und kümmert sich nebenbei um alle Autos im Freundeskreis. Hans hatte nie großartig Lust zu lernen, arbeiten machte ihm mehr Spaß. Weil er „nur“ einen Lehrabschluss hat, fällt er in der Wählerstatistik in die „ungebildete Wählerschicht“, über die sich Giulietta und ihre Kolleginnen immer lustig machen und nach den Wahlen sogar aufregen. Dieser dumme Hans, der keine Skripten auswendig gelernt hat, wisse doch gar nicht, worauf es in der Politik ankommt. Der dumme Hackler. Der ist ja nur ein chauvinistisch-reaktionäres Arschloch, weil er bei der Wahl den Hofer gewählt hat.

Hans steht derweilen am Hochofen und fragt sich, warum er mit den 50 Prozent Abgaben seines Gehalts die Schwachsinnigkeiten von Giuletta und ihrer Kolleginnen mitfinanzieren muss – und Hans hat Recht. Er sollte es nicht.

Moralische Sinnlosigkeiten: Willkommen auf der Uni

Nein, du hast keine höherwertige Moral, weil du alle zwei Wochen ein zehnseitiges Skript für dein Kultur-und Sozialanthropologie-Studium auswendig lernst. Nein, du bist nicht intelligenter, weil dir das Auswendiglernen von Skripten mehr liegt als ein Handwerk. Wer dir das gesagt hat, hat dich schlicht und einfach rücksichtslos belogen.

Wer soll‘s bezahlen? „Der Staat“, so hört man. Nun: „Der Staat“ bezahlt erstmal gar nichts, zuerst muss er es den Menschen in Form von Steuern wegnehmen. Also zahlen es Menschen, die arbeiten. Einer Studentin, die alle zwei Wochen ein zehnseitiges Skript für Kultur- und Sozialanthropologie auswendig lernt, fast genauso viel zu bezahlen, wie einer Kassiererin im Handel, ist was? Ziemlich ungerecht, würde ich meinen.

Nicht gerecht ist außerdem, dass ein Studium, für das ein zweistündiger Lernaufwand alle zwei Wochen für das Durchkommen reicht (und Kultur- und Sozialanthropologie ist so eines), genauso hoch dotiert wird wie ein Studium, das tatsächlich am Arbeitsmarkt nachgefragt wird und darüber hinaus einen weit, weit – weit – höheren Lernaufwand hat (wie Maschinenbau).

„Davon kann man nicht leben“

Ob man von einem bestimmten Betrag leben kann ist nicht die primäre Frage. Die primäre Frage ist, wer das alles bezahlt. Merke: Jemanden zu zwingen, für etwas zu bezahlen und ihn bei Nichtbezahlung sogar zu bestrafen, ist viel unmoralischer, als jemand anderem etwas nicht zu geben, nur weil sich dieser Mensch für ein sinnloses Studium inskribiert.

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