Angriff nahe der Grenze zu Jordanien

Trump bombardiert erneut syrische Regierungstruppen



Symbolbild

Die Luftwaffe der von den USA angeführten internationalen Militärallianz hat am Donnerstag in Syrien einen Konvoi regierungstreuer Kräfte bombardiert. Die Spitze des Konvois sei getroffen worden, sagte ein Vertreter des US-Militärs in Washington. Der Angriff habe sich nahe der Grenze zu Jordanien ereignet.

Es sei „nicht sicher“, welche Kräfte sich in dem Konvoi befanden, aber es sei eindeutig gewesen, dass diese Kräfte mit der syrischen Regierung zusammenarbeiteten, sagte der US-Beamte weiter. Der Konvoi habe sich dem von der Koalition genutzten Stützpunkt At Tanf gefährlich genähert.

Ziel sei weiterhin der IS

Alle Versuche, den sehr großen Konvoi an seiner Weiterfahrt zu hindern, seien vergeblich gewesen. Die Koalition habe die mit den syrischen Regierungstruppen verbündeten russischen Streitkräfte kontaktiert, Warnschüsse abgegeben und im Luftraum Stärke demonstriert – der Konvoi habe dennoch nicht reagiert und seine Fahrt fortgesetzt.

Daraufhin sei schließlich der Angriff erfolgt, sagte der Beamte. Dies bedeute allerdings keinen Strategiewechsel in Syrien: Weiterhin sei das Ziel der internationalen Militärallianz die Bekämpfung der Extremistenorganisation „Islamischer Staat“.

Trump hat Wahlversprechen gebrochen

Der Stützpunkt At Tanf wird von Eliteeinheiten der britischen und US-Streitkräfte genutzt und war in den vergangenen Monaten mehrfach angegriffen worden, unter anderem von IS-Kämpfern.

Die US-geführte Koalition fliegt seit 2014 Luftangriffe auf die IS-Miliz in Syrien. Sie setzt dabei auf die Unterstützung syrischer Rebellen, während Russland die Regierungstruppen von Präsident Bashar al-Assad unterstützt. Trump hatte während des Wahlkampfes versprochen, die Angriffe zu beenden.

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