Wegen Anti-Drogen-Politik

Philippinen: Duterte verzichtet auf EU-Hilfen

Wochenblick Sondermagazin
By Presidential Communications Operations Office [Public domain], via Wikimedia Commons

Nachdem sich der philippinische Präsident Rodrige Duterte immer wieder kritisch gegenüber Einmischung aus dem Ausland geäußert hatte, verzichtet dieser nun auf auf ein Hilfsdarlehen im Ausmaß von 250 Millionen Euro, wie „Die Presse“ berichtet. Der Grund für das angespannte Verhältnis ist Dutertes strikte Anti-Drogen-Politik.

Der philippinische Präsident betreibt seit seinem Amtsantritt 2016 eine strenge und aggressive Anti-Drogen-Politik, im Zuge derer bereits tausende Menschen umgekommen sind. Dies brachte ihm die heftige Kritik von EU und diversen NGOs ein. Amnesty International wirft den philippinischen Sicherheitskräften Menschenrechtsverletzungen vor.

Keine weiteren Darlehen

Nach der Verzichtserklärung des Staatspräsidenten teilten EU-Vertreter mit, dass die Philippinen keine weiteren Darlehen annehmen würden. Eine Stellungnahme des philippinischen Finanzministeriums sei für Donnerstag geplant. Zuvor hatte sich Präsident Duterte der Europäischen Union gegenüber immer wieder geringschätzig geäußert. So sollten sich die Europäer „um ihre eigenen Sachen kümmern“.

Weiterhin hohe Zustimmung

Trotz heftiger Kritik aus dem Ausland zeigen sich laut einer unabhängigen Umfrage von „Pulse Asia Research Inc.“  78 Prozent der Philippinen mit der Politik Dutertes zufrieden. Zudem vertrauen 76 Prozent ihrem Präsidenten. Besonders der Anti-Drogen-Kampf findet quer durch alle Gesellschaftsschichten breite Unterstützung.

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