Um "Mädchen sichtbarer zu machen"

Durch SPÖ unterstützt: Reumannplatz in „ReuMÄDCHENplatz“ umbenannt

Wochenblick Sondermagazin
von Buchhändler (Eigenes Werk) [GFDL oder CC BY-SA 3.0], via Wikimedia Commons

Die durch die SPÖ-Bezirksvorsteherin Hermine Moospointner unterstützte Initiative „Agenda Favoriten“ benannte kürzlich den historischen Wiener Reumannplatz in „ReuMÄDCHENplatz“ um.

Vergangene Woche fand zum dritten Mal das sogenannte „ReuMÄDCHENplatz“-Fest statt, das es sich zum Ziel gemacht hat, den Reumannplatz durch „Aktivitäten der Mädchen […] bunter und lebensfroher“ zu machen. Für die diesjährige Ausgabe des Festes wurde ein Schild für den auf eigene Faust umbenannten „ReuMÄDCHENplatz“ gestaltet und gemeinsam mit der roten Bezirksvorsteherin Hermine Moospointner enthüllt. Die Initiatorin, Katja Arzberger, erklärt die Aktion folgendermaßen:

„Wir wollen niemandem den Reumannplatz wegnehmen. Es geht darum, dass Mädchen im öffentlichen Raum sichtbar werden.“

FPÖ: „Gender-Irrsinn“

Die FPÖ-Favoriten reagierte kurzerhand mit einer Presseaussendung und bezeichnet das Projekt als „Gender-Irrsinn“.

„Mit der symbolischen Umbenennung des Reumannplatzes in `Reumädchenplatz´ haben sich die Favoritner Bezirks-Roten endgültig selbst zur Kasperltruppe degradiert“, kommentiert der Favoritner FPÖ-Bezirksobmann LAbg. Stefan Berger

Mehr Sicherheitsmaßnahmen gefordert

Besonders verärgert zeigt sich Berger über die mangelnde Sensibilität angesichts der dramatischen Sicherheitslage im Bezirk.

„Wenn die Favoritner SPÖ am Reumannplatz etwas für Frauen tun wollte, hätte sie ihn zum Beispiel sicherer machen können – vor allem nach Einbruch der Dunkelheit ist dieser Platz zunehmend ein Hot-Spot für Belästigung, Bettelei und Kriminalität und für viele Frauen ein Ort der Angst“

Es gäbe schlichtweg „dringendere Maßnahmen als das Gendern von Straßen- und Platznahmen“.

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