Stattdessen sollte Viktor Orban beim Trauerakt sprechen

Witwe von Helmut Kohl wollte Merkel-Rede verhindern

Wochenblick Sondermagazin
Bundesarchiv, B 145 Bild-F074398-0021 / Engelbert Reineke / CC-BY-SA 3.0 [CC BY-SA 3.0 de], via Wikimedia Commons

Letzten Freitag verstarb der deutsche Altkanzler Helmut Kohl im Alter von 87 Jahren. Der europäische Trauerakt für den Politiker sollte ursprünglich ohne Rede von Angela Merkel stattfinden.

Wie der „Spiegel“ berichtete, wollte die Witwe des verstorbenen Helmut Kohl die Rede von Angela Merkel beim offiziellen Trauerakt verhindern. Stattdessen sollte der umstrittene und einwanderungskritische ungarische Premierminister Viktor Orban eine Rede halten. Noch im April hatte Kohl diesen herzlich bei sich empfangen.

Sorge um Eklat

Erst die Warnungen vor einem möglichen Eklat brachten die Witwe von ihren Überlegungen ab, so der Nachrichten-Tenor. Neben Merkel werden nun auch EU-Kommissionschef Jean-Claude Juncker und der ehemalige US-Präsident Bill Clinton sprechen. Auch von einem Auftritt des neuen französischen Präsidenten Emmanuel Macron ist die Rede.

Kohl und die Einwanderung

In seinen letzten Jahren hat Kohl immer wieder kritische Einwände gegen die Masseneinwanderung nach Europa erhoben. Im Vorwort zur ungarischen Ausgabe seines Buches „Aus Sorge um Europa“ warnte er beispielsweise vor der Illusion, dass Europa „zur Heimat für Millionen Menschen weltweit in Not“ werden könne. Die Lösung müsse vielmehr vor Ort erfolgen.

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