Ein kurioser Brief legt diese Vermutung nahe

Bettelte Rudi Fußi bei Eurofighter-Konzern EADS um Geld?

Bildquelle: Screenshot YouTube

Ein kurioser Brief des „PR-Beraters“ Rudi Fußi im Ermittlungsakt der Staatsanwaltschaft München erregt derzeit Aufsehen. Darin soll er um Geld gebettelt haben, um seine Aktionen gegen den Eurofighter einzustellen.

Es war im Jahr 2002, als der umstrittene PR-Berater Rudi Fußi, damals noch Parteivorsitzender der FPÖ-Abspaltung „die Demokraten“, ein Volksbegehren gegen den Kauf des Eurofighters initiierte. Das Begehren blieb trotz 624.807 Unterschriften wirkungslos, die Abfangjäger wurden bekanntlich angeschafft.

Bettelte er um Geld?

Ein kurioser Brief, ursprünglich an den EU-Parlamentarier Peter Sichrovsky gerichtet, erregt nun Aufsehen, wie die „Krone“ ausführlich berichtet. Darin soll er für das Ende seiner Aktionen um Geld gebettelt haben, da seine „finanzielle Situation“ desaströs sei und die Anti-Eurofighter-Kampagne eine „Frage des finanziellen Überlebens“ sei. Der Brief gelangte bis in die Chefetage des Eurofighter-Konzerns EADS, wie, ist jedoch unklar. Geld ist jedenfalls keines geflossen.

Fußi: „Es war eine Falle“

Fußi äußerte sich bereits in einem Blogpost im Mai zu den Vorwürfen. Er habe versucht, Sichrovsky eine Falle zu stellen, um den Eurofighter-Deal zum Platzen zu bringen. Da die Müncher Staatanwaltschaft den Kontext nicht kenne, würde es den Brief als Angebot an EADS werten. Fazit von Fußi: „Leider wurde ich nicht bestochen, sonst wäre der Eurofighter längst Geschichte.“

Politische Gegner „vom Balkon schießen“

Bereits öfter fiel der PR-Berater mit umstrittenen Aussagen in der Öffentlichkeit auf. Als die „Identitären“ beispielsweise im Mai 2015 kurzzeitig den Balkon der „EU-Agentur für Grundrechte“ aus Protest gegen die Masseneinwanderung besetzten, forderte er auf Twitter, „dieses Gesindel“ vom Balkon „runterzuschießen.“ Von den gewaltbereiten Extremisten der Antifa wünschte er sich, dass diese die „identitären Idioten“ „zertrümmern“ würden. Fußis Aufrufe zur Gewalt blieben jedoch rechtlich ungestraft. Dokumentiert sind die Tweets auf „unzensuriert“.

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