Weiterhin strittige Punkte

EU und Japan wollen Grundsatzvereinbarung zum Freihandel

Wochenblick Sondermagazin
Bildquelle: APA

Die EU und Japan wollen am Donnerstag eine Grundsatzeinigung auf ein Freihandelsabkommen verkünden. Bei einem EU-Japan-Gipfel in Brüssel solle eine „politische Vereinbarung“ über das seit Jahren diskutierte Abkommen bekanntgegeben werden, teilte der Rat als Vertretung der EU-Staaten in der Nacht auf Dienstag mit. Die Handelsgespräche begannen offiziell 2013.

Es gibt offenbar weiterhin offene Punkte, da der Rat als Vertretung der EU-Staaten am Dienstag in der Früh keine Unterzeichnung des angestrebten Handelspakts ankündigte, sondern nur die Bekanntgabe einer „politischen Vereinbarung“. Damit sprechen sich beide Seiten nun noch vor dem Treffen der Staats- und Regierungschefs der G20-Staaten am Freitag und Samstag in Hamburg ein Zeichen gegen Protektionismus aus.

Weiter strittige Punkte

EU-Handelskommissarin Cecilia Malmström und Landwirtschaftskommissar Phil Hogan waren am Wochenende von zweitägigen Gesprächen in Japan zurückgekehrt. Der japanische Außenminister Fumio Kishida erklärte danch, man habe zwar „signifikante Fortschritte“ erzielt, es gebe aber weiter strittige Punkte. Differenzen bestanden zuletzt weiter in den Bereichen Landwirtschaft und Automobilindustrie. Von einem möglichen Gipfel am Donnerstag war bereits die Rede.

Anti-Terror-Kampf

Die Europäische Union wird bei dem gemeinsamen Spitzentreffen in Brüssel durch EU-Ratspräsident Donald Tusk und EU-Kommissionschef Jean-Claude Juncker vertreten, Japan von Premier Shinzo Abe. Beim Gipfel soll es unter anderem auch um eine bessere Zusammenarbeit im Anti-Terror-Kampf gehen. Beide Seiten wollen sich außerdem zum Pariser Klimaabkommen bekennen und den Willen zur Zusammenarbeit in Migrationsfragen bekunden. Es soll auch um politische Krisen und Kriege gehen, etwa in Syrien oder im Südchinesischen Meer.

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