Nähe zu Al-Kaida:

Muslimischer Radiosender überträgt 25 Stunden lang Dschihad-Reden

Wochenblick Sondermagazin
Bild: Screenshot Video "Daily Mail"

Ein muslimischer Radiosender aus Großbritannien sendete mehr als einen Tag lang Predigten eines mutmaßlichen Al-Kaida-Anführers. Darin ruft er zum Heiligen Krieg und zu Gewalt an Andersgläubigen auf.

Der britische Radiosender „Imam FM“ übertrug am 14. Juni ingesamt 25 Stunden lang islamisitische Hasspredigten des verstorbenen Islamisten Anwar Al-Awlaki und sorgte damit für einen handfesten Skandal.

Gewalt gegen Andersgläubige

Die USA hatten dem Prediger nämlich zu Lebzeiten schon vorgeworfen, für die Terrororganisation Al-Kaida tätig gewesen zu sein. Laut „Daily Mail“ war Al-Awalki ein Anführer, Rekrutierer und Ausbildner der islamistischen Terrororganisation Al-Kaida und wurde 2011 bei einem US-Drohnenangriff getötet.

In den gesendeten Reden rief der mutmaßliche Al-Kaida-Prediger zum Dschihad und zu direkter Gewalt an Andersgläubigen auf.

Lizenz vorübergehend entzogen

Die britische Radiobehörder Ofcom erhielt deshalb eine Beschwerde über die Sendung und entzog dem Sender daraufhin vorübergehend die Lizenz. „Imam FM“ habe nun 21 Tage Zeit, den Fall zu erklären, ansonsten werde der Sender geschlossen, heißt es im Bericht der „Daily Mail“.

In einer Stellungnahme behauptete „Imam FM“ schließlich, dass sie den terroristischen Hintergrund des Predigers nicht kannten und auch das Material vor der Sendung nicht überprüft wurde.

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