UNHCR warnt:

Jetzt droht auch ein Asylansturm auf Spanien

Boot
Von Vito Manzari from Martina Franca (TA), Italy - Immigrati Lampedusa, CC BY 2.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=8976081

Die UN-Flüchtlingsbehörde UNCHR warnt Spanien, sich rechtzeitig auf die steigende Anzahl von Migranten aus Nordafrika vorzubereiten. Seit 2016 haben sich die Ankünfte verdoppelt.

Die Anzahl von Migranten auf der Marokko-Spanien-Route wächst rasant. Dabei ist Spanien bereits jetzt an der Belastungsgrenze angekommen.

Spanien-Route wächst rasant

Weiterhin ist Italien mit mehr als 100.000 Migranten im ersten Halbjahr 2017 das beliebteste Zielland zur Einreise nach Europa. Im Vergleich zu 2016 gab es einen Anstieg von 32 Prozent. In Spanien waren es 2016 rund 6.800 Migranten. Im Juni hat sich die Entwicklung mit 1900 Ankünften jedoch verschärft. Im Vergleich zum Juni 2016 sind das viermal soviel Ankünfte. Dieses Jahr sollen es mehr als 11.000 werden.

Den Höhepunkt der illegalen Grenzübertritte gab es 2006 mit mehr als 39.000 Migranten. Doch in Kooperation mit Marokko gelang es Spanien, die Zahl illegaler Zuwanderer zu reduzieren. Mit einigen Staaten wie Senegal, Mauretanien und Nigeria gibt es Rückführungsabkommen. „Die Grenzen werden dichtgemacht“, raunzte damals die Sprecherin einer Asyl-NGO, obwohl es noch immer etwa 5.000 illegale Grenzübertritte pro Jahr gab.

Spanien nicht vorbereitet

Doch Spanien ist auf den Anstieg nicht vorbereitet. UNHCR-Sprecher Maria Jesus Vega sagte gegenüber SkyNews:

„Klar ist, das die spanische Regierung sich vorbereiten muss. … Sie dürfen nicht unvorbereitet getroffen werden. Was 2015 andernorts in Europa vorgefallen ist darf sich dort nicht wiederholen. … Noch ist es kein Notfall, allerdings muss beachtet werden, dass es keinerlei Strukturen gibt, mit denen weitere Ankünfte gehandhabt werden könnten.“

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