Wegen Irans Einfluss in Syrien:

Israel spricht sich gegen Waffenstillstand in Syrien aus



Symbolbild: John Kerry und Benjamin Netanyahu, 2014 (By U.S. Department of State [Public domain], via Wikimedia Commons)

Die israelische Regierung stellt sich gegen die von den USA und Russland vereinbarte Waffenruhe im Süden Syriens. Israel fürchtet, dass sich der Iran und andere Staaten in Syrien gegen Israel formieren könnten. 

Im Zuge des G20-Gipfels in Hamburg trafen Russlands Präsident Wladimir Putin und US-Präsident Donald Trump das erste Mal aufeinander. Dabei handelten die beiden Staatschefs einen Waffenstillstand im Südwesten Syriens und in den an Israel und Jordanien grenzenden syrischen Gebieten Daraa, Kunaitra und Suwaida aus. Dieser Waffenstillstand trat am 9. Juli in Kraft und gilt als erster Schritt zu einer Befriedung des Syrien-Krieges. „Wir hoffen, dass wir die Waffenruhe auf andere Teile des Landes übertragen können“, erklärte US-Außenminister Rex Tillerson.

Israel gegen Waffenstillstandsabkommen

Unzufrieden mit dem Waffenstillstandsabkommen zeigt sich die israelische Regierung, die durch die Waffenruhe eine Stärkung des iranischen Einflusses in Syrien befürchtet. Die Zeitung Haaretz schreibt :

„Netanjahu sagte am Sonntag nach seinem Treffen mit dem französischen Präsidenten Emmanuel Macron vor Journalisten, Israel trete gegen das Waffenstillstandsabkommen im Süden Syrien auf, das die USA und Russland vereinbart hatten, weil dieses Abkommen die Präsenz des Iran in diesem Land verewigen könne.“

Bedrohung durch Iran

Der israelische Fernsehsender „The Second Channel“ zitierte einen hohen Beamten aus Israel, dass man über expansionistische Bestrebungen des Irans informiert sei. Die Regierung kritisiere zudem, dass die Sperrzone für iranische Truppen nur 20 Kilometer von der Grenze Israels entfernt ist.

„Iran verwandelt heute ganz Syrien, darunter auch den Süden, in einen Platzdarm für Handlungen gegen Israel. Wir werden das unter keinen Umständen dulden und werden darauf bestehen, dass Iran aus Syrien verschwindet“, betonte der israelische Außenminister Avigdor Liebermann.

Laut Bericht von „Russia Today“ erklärte er weiter, dass Israel die Friedensbemühungen in Syrien grundsätzlich unterstütze, die Details sollten aber mit Israel vorher abgestimmt werden.

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