Das dürfte im Wahlkampf noch für viel Wirbel sorgen

Interview mit Barbara Rosenkranz, Spitzenkandidatin der FLÖ in Niederösterreich



Barbara Rosenkranz FLÖ
© Parlamentsdirektion / PHOTO SIMONIS

Info-DIREKT ist es gelungen, als erstes Medium ein Interview mit der eben präsentierten Spitzenkandidatin der Freien Liste Österreich (FLÖ) für Niederösterreich Barbara Rosenkranz zu bekommen. Rosenkranz gilt als freiheitliches Urgestein. Ihre Unstimmigkeiten mit FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache waren schon länger bekannt. Dass sie jetzt ausgerechnet zur Liste von Karl Schnell wechselt, der sich im Streit von der FPÖ trennte, dürfte für viele eine große Überraschung sein.

Frau Rosenkranz, Sie haben gerade Ihre Kandidatur für die Freie Liste Österreich bekanntgegeben. Was hat Sie dazu veranlasst, die FPÖ zu verlassen?

Nach 28 Jahren Mitgliedschaft in der FPÖ war das eine schwere Entscheidung, aber die Entfremdung ist so weit, dass es sein muss. Die Politik der FPÖ ist weder ernsthaft noch konsequent. Eigentlich eine Schmähpolitik, die als Ventil für den Zorn der Bürger dient. Es braucht eine Alternative zu den etablierten Parteien. Ich werde also den Sprung ins kalte Wasser wagen und an dieser Alternative arbeiten.

Was unterscheidet die FLÖ nun von der FPÖ?

Die Ernsthaftigkeit und Konsequenz.

Was sind Ihre Anliegen für den kommenden Wahlkampf?

Es braucht eine Verbesserung der Spielregeln, damit die Bürger auf die Politik Einfluss nehmen können. Das heißt, 100.000 Unterschriften leiten eine Volksabstimmung ein, deren Ergebnis verbindlich ist. Dann kann auch das wirklich Wichtige ehrlich diskutiert werden. Zentraler Punkt etwa: die Masseneinwanderung der letzten Jahre. Diese bringt das Fundament des Staates ins Wanken, damit muss Schluss sein.

Der Salzburger Spitzenkandidat ist ein Chirurg, wollen Sie damit eine gewisse Botschaft senden?

Ich bin sehr stolz, zusammen mit Herrn Dr. Wallner, der ein Arzt von außergewöhnlichem Ansehen ist, gemeinsam Politik zu machen. Einen besseren Gesundheits- und Wissenschaftssprecher kann man nicht finden.

Wie hat Ihr Umfeld auf die Überraschungskandidatur reagiert?

Manche waren natürlich überrascht, viele haben mich aber in meinem Entschluss bestärkt. Es wurde schon lange an mich herangetragen, einen neuen, mutigen Weg in der Politik zu gehen.

Wie sind die Aussichten, gibt es reale Chancen gegen die großen Spieler?

Unser Ziel ist ein Einzug in das Parlament. „Der Wahlkampf wird keine g’mahte Wiesn“, aber ich bin überzeugt, es wird gelingen!

Barbara Rosenkranz
Bild von der Pressekonferenz der FLÖ in Salzburg.

Unseren Lesern ist die Abstimmung zum Vertrag von Lissabon 2005 im Gedächtnis. Sie waren die einzige Abgeordnete, die sich dagegen ausgesprochen hat. Wie ist Ihre Haltung zur EU heute?

Die fortschreitende Entmachtung der europäischen Nationen und ihre Gängelung durch einen europäischen Superstaat wird nicht gelingen. Dagegen braucht es ein Zusammengehen all jener, die sich zu einem Europa der Vaterländer bekennen. Diese Gruppe gibt es. Österreich muss mit den Visegrád-Staaten (v.a. mit Ungarn) zusammenarbeiten.

Ist die Kandidatur eine Trotzreaktion, wollen Sie sich nochmal gegen die Strache-FPÖ beweisen?

Nein, so bin ich nicht. Ich habe mich nicht für den Rückzug ins Private, sondern für Politik entschieden und deswegen kandidiere ich.

Warum tragen Sie heute einen Thymian?

Ein guter Freund hat mir das Sträußchen gegeben und ich liebe Thymian. Er ist ein altes Symbol für den Mut. Ein Tiefwurzler, der auch lange Trockenperioden überdauert und außerdem ist er schleimlösend. 😉

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Rifle

Sie ist gekränkt weil sie keinen Platz auf der Liste bekommen hat. Die FPÖ ist die einzige ernzunehmende patriotische Kraft in Österreich.

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