Bericht eines Gefangenen:

IS-Einheit bildet weiterhin Terroristen für Anschläge in Europa aus

Wochenblick Sondermagazin
Symbolbild: By Andreas Trojak from Deutschland (Möglicher-Terroranschlag-Berlin (5)) [CC BY 2.0], via Wikimedia Commons

Die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) bildet in Syrien weiterhin Attentäter für Anschläge in Europa aus. Dies berichtet die britische „Sunday Times“ unter Berufung auf einen in Syrien gefangenen IS-Terroristen.

Nach Angaben des IS-Kämpfers sollen in den zweieinhalb Jahren, in denen er beim IS war, etwa 50 Islamisten eine spezielle Ausbildung für Terroranschläge in Europa erhalten haben.  Das harte Training zum potentiellen Selbstmordattentäter dauert sieben Monate, in denen man neben ideologischen Schulungen unter anderem auch im Bombenbau ausgebildet wird.

Attentäter nach Europa einschleusen

Allen Islamisten, die aus Europa illegal nach Syrien in das IS-Gebiet reisen, soll demnach eine solche Ausbildung angeboten werden. Danach würde man die ausgebildeten Terroristen gezielt nach Europa schleusen, damit sie dort Attentate verüben.

Weitere Anschläge geplant

Der von der „Sunday Times“ befragte IS-Kämpfer befindet sich laut Angaben der Zeitung in einem kurdischen Gefängnis. Seine Informationen über die Terroreinheit „Al-Kharsa“ soll er von seinem Schwager, einem hochrangigen IS-Kommandeur, bekommen haben. Demnach seien weitere Anschläge in Europa und dem Libanon geplant.

Die Attentäter der Anschläge von Brüssel und Paris sollen beispielsweise auch Teil dieser Einheit gewesen sein. Laut „Sunday Times“ deckt sich diese Aussage des IS-Kämpfers mit Berichten von mehreren Anti-Terror-Ermittlern aus den USA und Europa.

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