Behörden schließen Unfall aus

Frankreich: Auto rast in Gruppe Soldaten – mehrere Verletzte!

Bild: APA

Ein bisher unbekannter Täter ist am Mittwochvormittag in einem Pariser Vorort mit seinem Auto in eine Gruppe Soldaten gerast. Dabei wurden mehrere Personen verletzt. Der Lenker konnte mit seinem Fahrzeug fliehen.  Bürgermeister Patrick Balkany sagte, es gebe „keinen Zweifel“, dass die Tat absichtlich begangen worden sei.

Wie der Sender „CNN“ berichtet, sei der Fahrer gegen 8 Uhr früh in die Soldatengruppe gefahren, als diese gerade ihre Kaserne am Verdun-Platz in Levallois-Perret verließ. Bei den betroffenen Soldaten soll es sich um einen Mitglieder jener Anti-Terror-Einheit handeln, die seit der islamistischen Terrorwelle in vielen französischen Städten patrouilliert. Bei dem heutigen Vorfall seien zwei Menschen schwer und vier weitere leicht verletzt worden, teilte eine Polizeisprecherin am Mittwoch der Nachrichtenagentur „dpa“ mit.

Unbekannter fuhr absichtlich in Soldatengruppe

Die Polizei sucht derzeit nach dem Fahrer und seinem Auto. Nach Angaben der Nachrichtenagentur AP sind sich die Behörden sicher, dass der unbekannte Fahrer absichtlich in die Soldatengruppe gefahren sei. Es scheint sich deshalb um einen Terroranschlag zu handeln.

Auch der Bürgermeister des Vorortes, Patrick Balkany, habe „keinen Zweifel“, dass es sich um eine bewusste Tat gehandelt habe, berichtet der „Spiegel“ unter Berufung auf die Nachrichtenagentur „Reuters“. Der Fahrer habe darauf gewartet, dass die Soldaten zu ihrem Fahrzeug gehen und sei dann „sehr schnell“ auf sie zugerast, berichtete der Bürgermeister gegenüber einem französischen Fernsehsender.

Sicherheitskräfte vermehrt Ziel von Islamisten

Die Terrormiliz „Islamischer Staat“ ruft immer wieder zu Terroraschlägen auf Sicherheitskräfte auf. Im März war ein Islamist am Pariser Flughafen Orly bei einer Attacke auf patrouillierende Soldaten erschossen worden. Im April kam es schließlich zu einem tödlichen Anschlag auf einen Polizisten. Der Beamte wurde in Paris von einem islamistischen „Gefährder“ erschossen.

Und erst am Samstagabend hatte ein Angreifer am Eiffelturm ein Messer gezückt und „Allah ist groß“ geschrien. Patrouillierende Soldaten forderten ihn auf, das Messer wegzulegen, er ließ sich widerstandslos festnehmen. Der in Mauretanien geborene französische Staatsbürger wurde in die Psychiatrie eingewiesen. Im April kam es zu einem tödlichen Anschlag auf einen Polizisten. Der Beamte wurde in Paris von einem islamistischen „Gefährder“ erschossen.

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