Belastete Eier wahrscheinlich auch in Österreich

Friponil-Skandal: EU beruft Krisensitzung ein

Wochenblick Sondermagazin
Bild: APA

Im Skandal um mit Fipronil belastete Eier beruft die EU eine Krisensitzung ein. Gesundheitskommissar Vytenis Andriukaitis erklärte am Freitag, er habe ein Treffen der zuständigen Minister der betroffenen Länder vorgeschlagen. Es solle stattfinden, sobald alle Fakten auf dem Tisch liegen. Von dem Skandal sind mittlerweile zwölf europäische Länder betroffen, wahrscheinlich auch Österreich.

Andriukaitis erklärte, er habe bereits mit den zuständigen Ministern in Deutschland, Belgien und den Niederlanden gesprochen. Diese drei Länder hauptbetroffen: In Belgien wurde offenbar ein für die Nutztierhaltung zugelassenes, rein pflanzliches Desinfektionsmittel mit dem für die Nutztierhaltung verbotenen Fipronil gemischt. Das Mittel wurde von einer niederländischen Firma in zahlreichen Ställen in den Niederlanden eingesetzt. Millionen belastete Eier wurden nach Deutschland verkauft – und von dort weiter in andere Länder.

„Brauchen umfassende Analyse“

„Wir müssen in allen Einzelheiten aufklären, was geschehen ist“, erklärte Andriukaitis. „Wir brauchen eine umfassende Analyse dieses Falls.“ Die Experten müssten herausfinden, wo die Probleme entstanden seien – „damit wir uns hinsetzen und über Lösungen und Folgen sprechen können“.

Gegenseitige Vorwürfe

EU-Mitgliedstaaten machen einander bereits schwere Vorwürfe: Belgien wirft den Niederlanden vor, erste Hinweise über den Einsatz von Fipronil in Hühnerställen Ende 2016 nicht weitergegeben zu haben, Der deutsche Landwirtschaftsminister Christian Schmidt (CSU) kritisierte das Krisenmanagement Belgiens und der Niederlande. Die Informationen seien zu langsam und zu spärlich geflossen.

EU-Kommissar Andriukaits betonte, die Lebensmittelsicherheit in der Union sei eine der höchsten der Welt, das System sei „gut“. Nun müssten die Mitgliedsländer zusammenarbeiten, um die nötigen Lehren aus dem Skandal zu ziehen. „Statt Energie mit gegenseitigen Schuldzuweisungen zu verlieren, sollten wir in die Zukunft schauen.“

Über 10 Millionen belastete Eier in Deutschland

Das deutsche Landwirtschaftsministerium geht nach einem Bericht der „Rheinischen Post“ inzwischen von rund 10,7 Millionen möglicherweise belasteten Eiern in Deutschland aus. Wie viele der Eier in den Handel gelangten, lässt sich jedoch nicht sagen.

In Rumänien wurde eine Tonne Flüssig-Eigelb aus Deutschland entdeckt, das mit dem Insektengift Fipronil verseucht ist. In der Slowakei stießen die Lebensmittelbehörden in einem Lagerhaus auf mehr als 20 Paletten kontaminierte hartgekochte Eier, die über Deutschland aus den Niederlanden importiert worden waren. In Dänemark gelangten rund 20 Tonnen Fipronil-Eier eines belgischen Lieferanten in Cafes und Kantinen sowie zu Catering-Unternehmen.

Rumänien und die Slowakei sind die ersten Länder in Osteuropa, in dem mit Fipronil belastetes Ei nachgewiesen wurde. Neben diesen beiden Staaten und Dänemark sind neun weitere Länder betroffen: Deutschland, die Niederlande und Belgien sowie Frankreich, die Schweiz, Österreich, Schweden, Großbritannien und Luxemburg.

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Andreas

Grüß Gott,
ja wir haben in Deutschland echt ein Eier Problem!
Hätten wir noch Eier dann würden wir die islamische Invasion stoppen!

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