2.500 Migranten hausten auf offener Straße

Polizei räumt zum 35. Mal illegale Asylcamps in Paris



Symbolbild: By Daniel Stockman from Seattle, WA, USA (France 2011 - 93Uploaded by paris 17) [CC BY-SA 2.0], via Wikimedia Commons

Erneut haben die Behörden in der französischen Hauptstadt sogenannte „Flüchtlingscamps“ mit insgesamt fast 2.500 Asylwerbern geräumt. Die Migranten wurden daraufhin am Freitagmorgen mit Bussen in Sporthallen in der Region gebracht, teilten die Behörden mit.

Bei der Räumung der Asylcamps auf offener Straße waren 350 Polizisten im Einsatz. Die Asylwerber würden bei der Räumung überprüft, berichteten die Pariser Behörden. Migranten, die bereits in einem anderen EU-Mitgliedsstaat registriert sind, müssen in dieses Land zurückkehren. Erstmalige Asylwerber könnten ihr Verfahren allerdings weiterhin in Frankreich abwarten.

Aufnahmezentrum zu klein

Die Aktion war bereits die 35. Räumung in Paris in den letzten zwei Jahren. Knapp 2.500 Asylwerber hatten im Norden von Paris am Straßenrand und unter einer Autobahnbrücke gehaust. Die meisten von ihnen kommen aus Afghanistan, Eritrea, Somalia und dem Sudan. Das Aufnahmezentrum in der Nähe, das im vergangenen November eröffnet worden war, ist mittlerweile zu klein für die in Paris ankommenden Asylwerber.

Besetztes Migranten-Haus in Rom geräumt

Eine ebenfalls großangelegte Räumungsaktion gab es in Rom. Am Samstag räumte die italienische Polizei ein von etwa 1.000 Migranten besetztes Gebäude. Laut Angaben von „RT Deutsch“ waren viele Besetzer Asylwerber aus Eritrea und Äthiopien. Hunderte Polizisten waren im Einsatz.

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