Nach Schlag gegen Antifa-Plattform:

Grünen-Abgeordnete zeigt sich schockiert über Indymedia-Verbot

Wochenblick Sondermagazin
Bild-Collage: Info-DIREKT / Hintergrund: By Joanna (Πορεία και επεισόδια στην Νομική Κομοτηνής) [CC BY 2.0], via Wikimedia Commons / Kommentare Maurer und Schramm: Screenshot Twitter

Auf das Verbot der deutschen Antifa-Plattform „Linksunten Indymedia“ haben in den Sozialen Medien auch Politiker aus Österreich und Deutschland reagiert. Bei Grünen und Linkspartei zeigt man sich teilweise schockiert über den Schlag gegen die extremistische Antifa-Szene.

Das deutsche Bundesinnenministerium hat am Freitag den deutschen Ableger des Antifa-Netzwerkes „Indymedia“ verboten. Bei einer Razzia gegen die mutmaßlichen Betreiber stellte die Polizei nach Angaben der „Welt“ IT-Geräte und Waffen sicher. Innenminister Thomas de Maizière betonte in einer Stellungnahme, der Weiterbetrieb der Seite sei ab sofort eine Straftat.

Grüne NR-Abgeordnete Sigi Maurer schockiert über Verbot

Trotz der eindeutigen extremistischen Ausrichtung der Seite ist die österreichische Nationalratsabgeordnete der Grünen, Sigi Maurer, offenbar schockiert über das Verbot der Antifa-Seite. Auf Twitter reagierte sie umgehend mit „wtf“ („What the fuck“ / „Was zum Teufel?“).

Screenshot Twitter

Linkspartei und Antifa

Julia Schramm, Politikerin der deutschen Linkspartei, sorgt sich anscheinend wegen ihrer Nähe zur Antifa um die eigene Zukunft. „Als nächstes machen sie die Antifa zur terroristischen Vereinigung. Dann kann die Hälfte von uns hier als RädelsführerIn verknackt werden,“ schrieb sie auf Twitter.

Und der Bundestagsabgeordnete der Linken, Andrej Hunko, hofft sogar, dass de Server der offen extremistischen Antifa-Seite „vor dem Zugriff der CDU-CSU-Despoten sicher sind“. Die „versuchte Abschaltung“ von „Linksunten Indymedia“ bezeichnete er als einen „Rechtsbruch“.

Zentrale Plattform der gewalttätigen Antifa

Auf der Antifa-Plattform „Linksunten Indymedia“ hatten anonyme Autoren regelmäßig Bekennerschreiben sowie Aufrufe zu Brandanschlägen, Sachbeschädigungen oder Angriffen auf politisch unbliebsame Personen veröffentlicht.

In einem im Dezember 2016 veröffentlichten Beitrag hieß es laut „Spiegel“ etwa: „Nazis sollst du jagen, Nazis sollst du boxen. Und die Bullen auch.“ Monate zuvor, im Februar 2016, drohten mutmaßliche Antifa-Extremisten auf „Indymedia“ mit der Ermordung des Berliner Innensenators Frank Henkel (CDU). Einige Zeit später veröffentlichten Unbekannte auf der Antifa-Plattform die Namen, Adressen und weitere persönliche Daten von mehr als 2.000 AfD-Mitgliedern und riefen dazu auf, diese zu besuchen, berichtet die „Junge Freiheit“. Im Juni dieses Jahres schließlich drohten Extremisten auf der Hass-Seite damit, Polizisten wegen des bevorstehenden G20-Gipfels in Hamburg anzugreifen.

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