Wahlkampf ist schmutzig

SPÖ bestellte Dirty Campaigning-Videos gegen Kurz



Bildquelle: APA

Wieder einmal sorgen Videos für Aufregung im Wahlkampf. Laut „profil“ hat die SPÖ Anti-Sebastian-Kurz-Videos produzieren lassen. Die Sozialdemokraten toben nun wegen „Datenklau“ und wollen alle rechtlichen Mittel dagegen prüfen. Die Wiener Werbeagentur GGK MullenLowe habe im Auftrag der SPÖ gehandelt, heißt es in dem Magazin. Der Chef der Werbeagentur bestätigt die Produktion dieser Videos.

SPÖ-Bundesgeschäftsführer Georg Niedermühlbichler beteuert in einer Aussendung, dass die Videos von der SPÖ „nicht direkt“ beauftragt worden seien. Silberstein, nach seiner zwischenzeitlichen Festnahme in Israel von der SPÖ mittlerweile gefeuert, soll verschiedenste Konzepte entworfen habe, um diese „in Fokusguppen abzutesten“.

Dirty Campaigning

Eines der Videos davon wurde zunächst auf der von der anfangs SPÖ unterstützten, mittlerweile aber stillgelegten Seite politiknews.at verbreitet und ist mittlerweile auf der Facebook-Seite „Die Wahrheit über Sebastian Kurz“ abrufbar. Diese seien laut Michael Kapfer, Chef von GGK MullenLowe, in Abstimmung mit dem SPÖ-Berater Tal Silberstein nur für den internen Gebrauch in Fokus-Gruppen erstellt worden. Für die Veröffentlichung eines Videos sei man nicht verantwortlich.

Die Volkspartei fordert unterdessen die SPÖ auf, ihr „Dirty Campaigning“ gegen Kurz zu beenden. Generalsekretärin Elisabeth Köstinger erklärte, die Agentur, die die Videos hergestellt hat, sei die Wahlkampf-Agentur der SPÖ. Daher verstehe sie nicht, was die SPÖ meine, wenn sie sage, sie hätte die Videos nicht direkt beauftragt.

 

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