Rede bei AfD

Nigel Farage: Merkels Grenzöffnung vermutlich größter Fehler der Neuzeit



By Gage Skidmore from Peoria, AZ, United States of America (Nigel Farage) [CC BY-SA 2.0], via Wikimedia Commons

Nigel Farage ist auf Einladung von Beatrix von Storch bei einer AfD-Veranstaltung in Berlin aufgetreten. In seiner Rede kritisierte er die Grenzöffnung Angela Merkels und ermunterte die AfD, den Brexit zum Wahlkampfthema zu machen.

Am vergangenen Freitag sprach der „Mr. Brexit“, Nigel Farage, bei einer Wahlkampfveranstaltung der AfD in Berlin. „Er hat gezeigt, dass das Unmögliche möglich ist, wenn man kämpft und daran glaubt“, sagte die AfD-Politikerin Beatrix von Storch in ihrer Begrüßung über Farage.

AfD als wichtige Opposition im Bundestag

Die gegenseitige Wertschätzung betonte auch der Hauptinitiator des britischen Brexit in seiner Rede und hob gleichzeitig die Wichtigkeit einer erfolgreichen AfD hervor:

„Beatrix und ich sind Freunde. Uns verbinden viele gemeinsame Werte, und es wird etwas Großartiges sein, sie in wenigen Wochen im nächsten Bundestag zu sehen! Endlich wird es wieder eine Stimme der Opposition im Bundestag geben, und davor haben sie im Moment mächtig Angst. Es ist also ein großer, wichtiger Moment.“

Kritik an Merkels Grenzöffnung

Die beiden deutschen Kanzlerkandidaten Angela Merkel (CDU) und Martin Schulz (SPD) kritisierte Farage hingegen scharf. Merkels Entscheidung in der Migrationskrise, „jeden aufzunehmen, der kommen wollte“, sei „vermutlich die größte Fehlentscheidung eines westlichen Regierungschefs in der Neuzeit“ gewesen.

Farage: „Schulz ist ein Fanatiker“

In Bezug auf die vergangene TV-Debatte zwischen Merkel und Schulz warf Farage dem SPD-Kandidaten Heuchelei vor, wenn er sich angeblich Sorgen um die Integration von über einer Million Einwanderer macht. Zur Zeit der Grenzöffnung habe er schließlich noch jeden verurteilt, „der es wagte, Merkels Migrationspolitik zu kritisieren“.

„Schulz ist ein Fanatiker. Ein völliger Fanatiker. Er findet, das europäische Projekt muss den Bürgern Europas aufgezwungen werden, ob sie es wollen oder nicht. Er ist in dieser Hinsicht ein sehr, sehr gefährlicher Mann“, warnte Farage vor dem ehemaligen Pr#sidenten des EU-Parlaments.

Europäische Zusammenarbeit gefordert

Farage kam in seiner Rede natürlich auch auf sein Kernthema – Brexit und die EU – zu sprechen. Großbritannien lehne nur die politische Einheit der EU ab, nicht aber die europäische Zusammenarbeit:

Wir wollen Gegenseitigkeit, Studentenaustausch und gemeinsam gegen Menschenhandel, Terror und Umweltverschmutzung kämpfen. Wir wollen eure besten Nachbarn und Freunde sein. Was wir nicht wollen ist, von einer Riege alter Männer regiert zu werden, die kein Mensch je gewählt hat, die in diesem Stahl-und-Glas-Türmen hausen, mit ihren fetten Gehältern und noch fetteren Renten“, betonte Farage.

Druck auf Merkel erhöhen

Auch US-Präsident Donald Trump könnte als Vorbild dienen. Schießlich habe er die Interessen der amerikanischen Arbeitnehmer und Firmen an die erste Stelle gesetzt.

„Ihr habt es in der Hand, bei der Wahl damit zu punkten, aber auch etwas Größeres zu leisten, im Interesse eures Volkes und eurer Arbeitnehmer. Frau Merkel muss sich entscheiden, ob sie die Interessen ihre eigenen Volkes oder die von Brüssel an erster Stelle stellt. Wir müssen in den kommenden Jahren enormen Druck auf Frau Merkel aufbauen“, forderte der ehemalige Ukip-Vorsitzende die Zuhörer auf.

Establishment muss herausgefordert werden

Er habe immer geglaubt, dass es sehr schwierig sein würde, die EU zu reformieren. Wenn überhaupt sei nur Deutschland aufgrund seine Größe und seines Einflusses dazu in der Lage, das „Primat der souveränen Nationalstaaten“ herbeizuführen.

„Aber nichts davon wird passieren, wenn das Establishment nicht bedroht wird, herausgefordert wird, und Angst bekommt. Und das wird nur passieren, wenn normale Menschen aus allen Regionen und Schichten aufstehen und für das kämpfen, woran sie glauben. Ich habe für das gekämpft woran ich geglaubt habe, und ich hoffe Sie werden es auch“, schloss Farage seine Rede.

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