Rumänien und Bulgarien gefragt

Neue Einwanderungs-Route über das Schwarze Meer

Wochenblick Sondermagazin
By Pudelek (Marcin Szala) (Own work) [CC BY-SA 3.0], via Wikimedia Commons

Die rumänische Küstenwache hat in den letzten Wochen vermehrt Boote mit illegalen Migranten aufgegriffen. Jetzt wird befürchtet, dass eine neue Migrationsroute im Schwarzen Meer entsteht.

Am Samstag hat die rumänische Küstenwache zwei Boote aufgegriffen, die mit illegalen Migranten beladen waren. Eines davon war bereits direkt vor der rumänischen Küste und wurde mit den 97 Migranten zum rumänischen Hafen Magalia geleitet. Kurz zuvor wurde auf internationalen Gewässern ein Kutter mit 120 Migranten aufgegriffen. Diese wurden türkischen Behörden übergeben.

Neue Route entsteht

In diesem Jahr griffen die rumänischen Behörden etwa 2800 illegale Migranten auf. Die Meisten kamen über den Landweg nach Rumänien, doch in den letzten Wochen nahm die Schlepper-Aktivität im Schwarzen Meer zu. Schon im August hatte die rumänische Regierung vor einer solchen Entwicklung gewarnt, weil die Fahrt über das Mittelmeer zunehmend schwieriger wird.

Die Schlepper suchen Alternativen und fahren deshalb von der Türkei aus nach Rumänien und Bulgarien. Die meisten Migranten geben an, aus dem Irak oder Syrien zu stammen und weiter nach Westen zu wollen. Rumänien gehört für sie nicht zum Wunschziel.

Auch Bulgarien betroffen

Sollte sich die Route etablieren, wird das auch Bulgarien betreffen. Bulgarien hat deshalb bereits Vorkehrungen getroffen: Ein Stacheldrahtzaun sichert den Grenzabschnitt zur Türkei fast vollständig und die Regierung will rund 600 Soldaten, Spezialkampftruppen und Drohnen einsetzen.

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