"'Marshall-Plan' mit Afrika"

Asylkrise: Van der Bellen fordert mehr Hilfe vor Ort

Bild: APA

Um den Migrationsdruck auf Europa zu lindern, hat sich Bundespräsident Alexander Van der Bellen für verstärkte Investitionen in Afrika ausgesprochen, um die Situation in den Herkunftsländern der Flüchtenden zu verbessern. Gleichzeitig müsse man die Menschen besser informieren, was sie eigentlich erwartet, wenn sie diesen „extrem gefährlichen Weg auf sich nehmen“, so Van der Bellen am Freitag.

„Das wäre ein Weg, mit dem wir kurzfristig sehr viel erreichen könnten und der nicht viel kostet“, erklärte Van der Bellen am Rande eines Präsidententreffens von 13 europäischen Staatsoberhäuptern in Malta. Man müsse nur die Menschen finden, die diese Nachricht glaubhaft verbreiten. „Wenn ich das sage, glaubt man mir nicht.“ Deshalb müsse dies jemand machen, der die gefährliche Flucht selbst durchlebt hat.

„Marshall-Plan mit Afrika“

Natürlich erübrige das nicht die anderen wirtschaftlichen Investitionen in Afrika, betonte Van der Bellen. „Wir müssen auch die Ursachen der Wanderung anschauen und nicht nur die Symptome.“ Zu der immer wieder von verschiedenen Politikern geäußerten Forderung eines „Marshall-Plans für Afrika“ hielt der Präsident fest, dass es sich, wenn, dann vielmehr um einen „Marshall-Plan mit Afrika“ handeln müsse. Die Zusammenarbeit mit lokalen Regierungen sei absolut notwendig, so der Präsident in Anspielung auf „ownership“, also Eigenverantwortung und Nachhaltigkeit.

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